Deponie Käseburg
„Radioaktivität war kein Thema“

Das 1988er Gutachten liegt der Unabhängigen Wählergemeinschaft vor. Es sollte berücksichtigt werden, betont die UW.

Bild: Markus Minten
Das Sickerwasser aus der Deponie Käseburg wird in der Deponie-Kläranlage gereinigt.Bild: Markus Minten
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Brake Die Radioaktivität habe vor 30 Jahren noch keine Rolle gespielt, als das Hamburger Ingenieurbüro IGB ein Gutachten über die geplante Deponie-Erweiterung in Käseburg stellte, sagt Walter Erfmann von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Wesermarsch. „Das sind jetzt völlig neue Bedingungen, die beim aktuellen Gutachten berücksichtigt werden müssen“, betont das Kreistagsmitglied.

Das Gutachten aus dem Jahr 1988 liegt der UW vor. Es sei zu berücksichtigen, dass das Baugrundgutachten zu einem Zeitpunkt erstellt worden ist, als es der alleinige Zweck der Deponie war, mehr oder weniger ausschließlich herkömmlichen Hausmüll zu lagern. „Die Einlagerung radioaktiv belasteter Abfälle mit zusätzlichem Risikopotenzial, bezogen insbesondere auf die Auswirkungen für das Grundwasser und die Oberflächensysteme, war damals überhaupt kein Thema für den Gutachter“, so Walter Erfmann dazu.

Die UW-Kreistagsfraktion trägt nun die Bitte vor, das IGB-Gutachten vom 5. Dezember 1988 auch dem jetzt mit der Deponie-Eignungsprüfung beschäftigten Aachener Ingenieur- und Beratungsbüro zu übermitteln, falls das noch nicht geschehen sei.

Sollte die Deponie Käseburg zur Lagerung des freigemessenen Bauschutts aus dem Kernkraftwerk Unterweser (KKU) verpflichtet werden, könnte das Sickerwasser aus der Kläranlage radioaktiv belastet sein. Walter Erfmann stellt sich daher die Frage, ob die Abgabe dieser Abwässer nach dem aktuell geltenden Wasserrecht überhaupt zulässig ist und unter welchen Voraussetzungen genehmigungsfähig sein würde.

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