Brake Einigen Brakern war sie vielleicht aufgefallen – die Sinus lag auf einmal nicht mehr an ihrem üblichen Platz an der Brommybrücke, sondern fand sich aufgebockt am Binnenhafen wieder. Anlass waren die regelmäßigen Wartungsarbeiten. Das Unterwasserschiff wurde zunächst gereinigt und dann mit einem frischen Anstrich konserviert. Nach 14-tägiger Trockenzeit wurde die Sinus wieder zu Wasser gelassen.

„Alles bestens“, urteilt Schlosser Heinz Tietjen nach der kurzen Probefahrt zur angestammten Liegestelle. Das 170 PS starke Schiff kann somit wieder seinen Dienst im Auftrag der N-Ports tun.

Dieser besteht darin, dass das Schiff mittels eines Echolots die Tiefen der Liegewannen misst, damit die Schiffe, die in Brake anlegen, nicht auf Grund laufen. Durch die natürliche Sedimentsbewegung ist eine regelmäßige Kontrolle erforderlich. N-Ports ist zuständig für die Instandhaltung, Wartung und das Errichten der Hafeninfrastruktur an mehreren Standorten in Niedersachsen, darunter auch Brake. Die Firma ist zu 100 Prozent eine landeseigene Gesellschaft.

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Seit 1990 ist die Sinus im Dienst der N-Ports in Brake unterwegs. „Das Vermessungsschiff kontrolliert die Bereiche, die zu N-Ports gehören. Dazu zählt die Stadtkaje, die Schleuse, der Binnenhafen und die Liegeplätze an der Weser“, erklärt hierzu der Abteilungsleiter Technik Ulf Erdmann von N-Ports. Die Fahrrinne der Weser liegt hingegen im Zuständigkeitsbereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Überdies ist die Braker Zweigstelle von N-Ports für die Häfen in Fedderwardersiel und Großensiel verantwortlich.

Laut Erdmann werden die Liegeplätze einmal im Monat kontrolliert, die Schleuse und der Binnenhafen werden aufgrund der geringeren Wasserbewegung lediglich alle drei Monate kontrolliert. Ziel ist es, stets genug Liegewannen für die anlandenden Schiffe vorzuhalten. „Wo nicht ausreichend Tiefe vorhanden ist, stellen wir auch kurzfristig die entsprechenden Tiefen her“, so Erdmann.

Hierzu verwende man in der Regel keinen Bagger, sondern ein sogenanntes Wasserinjektionsverfahren, erläutert der 41-Jährige. „Dabei wird ein Gerät eingesetzt, welches die Sedimente vom Boden aufwirbelt, die dann durch die natürlichen Wasserbewegungen fortgetragen werden“, erklärt Erdmann.

So kommt die Sinus auf rund sechs bis neun Fahrten pro Monat, je nach Belegung der Liegeplätze. Die Besatzung des Peilbootes besteht aus dem Kapitän, der auch für die Schiffstechnik verantwortlich ist, und einer Vermesserin, die das Echolot bedient.

Auf der Sinus kommt neben der Computertechnik auch noch Papier zum Einsatz. „Wir zeichnen die Messergebnisse doppelt auf und werden dies auch in Zukunft tun. Der Vorteil der analogen Aufzeichnung ist, dass man sofort sieht, wie tief es an einer Stelle ist“, weiß Erdmann.

Daniel Kodalle Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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