Brake Zigtausend Kubikmeter Sand hat ein schwimmender Eimerkettenbagger in den vergangenen Wochen im Braker Hafen vom Wesergrund geholt. Der Grund: Die Liegeplätze vor der Nordpier hatten eine „Pflege“ nötig. Bei einer routinemäßigen Peilung mit der „Sinus“ war klar geworden: Die Solltiefe von 12 Metern SKN (Seekartennull) wird nicht mehr erreicht. Weil die Weser kurz vor der Nordpier einen leichten Knick hat, sammelt sich hier besonders viel Sand.

Niedersachsen-Ports setzt für derartige Arbeiten gerne einen Eimerkettenbagger ein. Anders als ein Hopperbagger oder Laderaumsaugbaggerschiff wirbelt er das Material nicht auf. Allein: Schiffe für derartige Arbeiten gibt es in Europa nur wenige. Über eins davon verfügt Bremen-Ports – und das war jetzt in Brake im Einsatz. Nach 2014, 2015 und 2018 war der „Bagger Bremerhaven“, wie er wenig fantasievoll nach seinem Haupteinsatzgebiet heißt, bereits zum vierten Mal.

Mit einer Endloskette mit 52 Eimern, von denen ein jeder rund 500 Liter fasst, hat er den Wesergrund auf die benötigte Tiefe gebracht. Und damit das auf einer Breite von 40 Metern mit einem antriebslosen Gefährt klappt, bedarf es einer ganz besonderen Technik: Über zwei quer über die Weser verlaufenden Stahltrossen zieht sich der 40 Meter lange und 10 Meter breite Eimerkettenbagger Reihe für Reihe die Pier entlang. In rund vier Wochen wurden so 210 Meter Liegeplatz vor der Nordpier geschafft.

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Gebaggert wurde direkt in zwei Schuten, die jeweils rund 800 Kubikmeter fassen. Von diesen wiederum wurde der Aushub auf Anhänger verladen und mit Schleppern zum Spülfeld im nördlichen Hafenbereich gebracht.

Schiffsführer Torsten Adomeit kennt den Bagger. Seit 31 Jahren ist er an Bord und hat in all den Jahren schon so einiges an Bord gehabt – von Munitionsresten bis zu Autoteilen. In Brake hat er diesmal keine großen Überraschungen erlebt – nur den einen oder anderen großen Findling für den heimischen Garten hat sein „Eimerkettenbagger“ ans Tageslicht gefördert.


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Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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