Brake Vor gerade einmal vier Monaten ähnelte die etwa 2600 Quadratmeter große Fläche neben dem Parkplatz des Famila-Markts an der Weserstraße in Brake einer Brachlandschaft. Dort war nichts außer ein paar Grasbüscheln. Doch dank des tatkräftigen Einsatzes der Jäger des Hegerings Brake und der Mädchen und Jungen der Grundschule Kirchhammelwarden und des katholischen Kindergartens ist die Fläche nun kräftig grün, auf der bunt gemischte Blumen blühen.

Am Dienstag, 14. Mai, säten die Jäger im Rahmen einer Aktion für Artenvielfalt gemeinsam mit den Kindern Samen von Rotklee, Sonnenblumen, Kulturhafer, Steinklee, Leindotter, Ringelblumen, Dauerlupinen, Stoppelrüben und Margerite aus. Jetzt kamen sie zurück, um sich das Ergebnis anzusehen. „Bienen, Libellen und Schmetterlinge, kommen alle vorbei“, sagt Berthold Riesenbeck vom Hegering Brake und zuständig für Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit. „Alle, die rumsausen, haben was davon.“

Damit auch alle, die an der Blühwiese vorbeifahren, wissen, dass es nicht einfach nur eine Wiese ist und wer es gemacht hat, wurde an der Wiese ein großes Plakat aufgehängt. Dafür bedankte sich Riesenbeck bei der Firma Renken, die unter anderem Material zur Verfügung gestellt hat. Als das Plakat dann stand, wurden die Kinder mit weißen Tüten wieder auf die Wiese geschickt. Dort säten sie schon für das nächste Jahr. Als Belohnung spendierten ein paar Eltern dann auch noch ein Eis.

Doch es gab einige Schwierigkeiten. Obwohl das Feld vor dem Aussäen gepflügt wurde, war der Boden zu trocken und es waren zu viele Steine enthalten. Hinzu kamen die anhaltende Hitze und der geringe Niederschlag. Zudem gab es ein paar Mitbewerber, wie Riesenbeck sagt: „Die Vögel haben in den Bäumen beim Säen schon gewartet“; auch Mäuse bedienten sich. Dadurch ist die Wiese nicht in den Ausmaßen erblüht, den sich die Jägerschaft vorgestellt hat: „Wir hoffen, dass es nächstes Jahr besser wird“, sagt Riesenbeck.

Dass es ein nächstes Jahr geben wird, ist gewiss, das hat der Centermanager des Famila-Marktes in Brake, Marco Struck, schon zugesagt. Zudem will die Jägerschaft auf eine andere Saatmischung umsteigen, die an den Boden besser angepasst ist. „Aber das ist Natur“, betont Riesenbeck, „wir hätten das auch sprengen oder Gülle fahren können, aber die Natur soll selbst bestimmen, wir unterstützen nur“.

Am Ende war es dann aber doch ein voller Erfolg. Denn es kam der Jägerschaft vor allem auf eins an: Dass die Kinder auf die Blühwiese gehen, um zu entdecken, was da blüht, summt und vielleicht sogar kriecht“, sagt Riesenbeck.

Soeke Heykes Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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