Brake Der Landkreis Osterholz hat sie schon, viele andere Kommunen auch. Und bald sollen auch die Wesermärschler sie nutzen können: eine Abfall-App des Entwicklers Abfall+. Auf dem Smartphone sollen sie dann Informationen über Abfallarten und Abfalltrennung erhalten, sich über Standorte von Recyclinghöfen informieren oder Aktuelles vom Entsorger GIB Wesermarsch erfahren. Auch ein Müllmelder soll enthalten sein, über den Bürger wilde Müllkippen ebenso melden können, wie Probleme mit der eigenen Tonne. Vor allem aber soll die App die Bürger daran erinnern, wann welche Tonne herausgestellt werden soll. Dazu muss nur einmal der eigene Standort eingegeben werden, der Rest soll automatisch erfolgen.

Die App ist bereits ein älteres Projekt der GIB, sei zunächst aber zurückgestellt worden, berichtete Geschäftsführer Hans Conze-Wichmann im Betriebsausschuss Abfallwirtschaft. „Im Sommer soll sie aber in Betrieb gehen.“ Der Ausschuss gab schon einmal grünes Licht, endgültig entscheiden muss der Kreistag am 18. März.

Die Einführung könnte mit einer Änderung der Abfuhrtouren einher gehen. Die neuen Seitenlader hätten ein um 25 Prozent größeres Fassungsvermögen und erlaubten so längere Touren, erläuterte Conze-Wichmann die Notwendigkeit der Änderung.

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Kosten wird die Abfall-App – die für alle gängigen Betriebssysteme erhältlich sein soll – allerdings auch: 25 000 Euro in der Anschaffung, anschließend werden rund 8000 Euro im Jahr fällig. Ausschussmitglied Ursula Schinski (SPD) machte sich während der Sitzung die Mühe, die Kosten einmal auf die Einwohner des Landkreises umzurechnen: „Im dritten Jahr sind das weniger als 10 Cent im Jahr pro Einwohner.“

Hoffnungen des Ausschusses, dass durch die App Geld gespart werden könne, zerstreute Conze-Wichmann allerdings schnell: „Das ist ein reiner Service für den Bürger. Uns bringt sie keinen wirtschaftlichen Vorteil.“ Auch soll die App nicht den Abfuhrkalender ersetzen, betonte der GIB-Geschäftsführer, aber ergänzen.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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