Blexen Endspurt in Blexen: Stichtag ist der 15. September. Bis dahin müssen private Gebäudeeigentümer, die noch von Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm für Blexen profitieren möchten, ihre Anträge beim Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg einreichen.

Ein Jahr Verlängerung

Das Anfang 2013 gestartete Blexer Dorferneuerungsprogramm lief ursprünglich Ende 2019 aus und ist um ein Jahr verlängert worden. Gefördert werden nicht nur öffentliche, sondern auch private Vorhaben. Ob eine weitere Verlängerung für ein oder zwei Jahre erreicht wird, ist ungewiss.

Über die bis 15. September dieses Jahres eingereichten Anträge Privater entscheidet das Amt für regionale Landesentwicklung im Frühjahr nächsten Jahres, so dass die Vorhaben bei einem positiven Bescheid 2021 realisiert werden können.  „Jetzt ist noch eine gute Gelegenheit für private Dorferneuerungsvorhaben in Blexen“, sagt Sonja Brödje, Leiterin der Bauverwaltung im Rathaus. Die Anträge müssen bei der Bauverwaltung der Stadt gestellt werden. Sie müssen Kostenvoranschläge der Firmen enthalten, die mit Arbeiten beauftragt werden sollen.  Sonja Brödje ist erreichbar unter Telefon   04731/84310.

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Bei privaten Vorhaben ist eine Förderung von 25 bis 30 Prozent der Kosten möglich. Voraussetzung ist: Es handelt sich um ein ortsbildprägendes und/oder landschaftstypisches Haus, das 1960 oder davor errichtet worden ist. In Frage kommen zum Beispiel Sanierungen von Dächern, reetgedeckten Häusern, von Fassaden, Fenstern, Eingangstüren oder auch Erneuerungen von Pflasterflächen.

Als sogenannter Umsetzungsbegleiter steht Architekt Johann H. Boner aus Dangast bereit. Er berät Interessierte und prüft ihre Vorhaben vorab im Detail auf die Chancen für eine Förderung.

Weserschlösschen dabei

Zu den privaten Vorhaben, die in den vergangenen Jahren gefördert worden sind, gehört unter anderem die Sanierung des Weserschlösschens beim Blexer Fähranleger.

Seit Beginn des Dorferneuerungsprogramms sind mehr als 30 Anträge auf Förderung privater Vorhaben gestellt worden. Bewilligt worden sind etwa 12 Vorhaben – davon drei im vergangenen Jahr: eine Reetdachsanierung sowie Arbeiten an zwei denkmalgeschützten Häusern.

Zu den Projekten in den Jahren davor gehört auch das von Sabine und Frank Patzke. Sie hatten 1995 ein 1910/11 errichtetes Wohnhaus an der Langen Straße in Blexen erworben. Aus diesem nach Ansicht von Freunden und Bekannten „hässlichen Kasten“ haben sie Innen zügig ganz schmucke Wohnräume gemacht. Eine hübschere Fassade gelang dann viel später erst dank Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm für dieses ortsbildprägende Haus aus der Gründerzeit.

Volle 30 Prozent

Das Landesamt in Oldenburg hatte mehr als 11 000 Euro und damit die vollen möglichen 30 Prozent als Zuschuss bewilligt. Mit Hilfe dieser Förderung wurden die unschönen Zementfaserplatten, die in den 1970er Jahren zur Verkleidung der Putzfassade angebracht worden waren, demontiert.

Zweiflügelige Holzfenster wurden als Stulpfenster mit Oberlicht eingebaut – als Ersatz für schlichte Kunststofffenster. Die gemauerten Fensterbänke erhielten weiße Stuckprofile. Zur Fassadenverschönerung wurde zudem ein weißes Band angebracht. Als Fassadenanstrich wählte Familie Patzke einen hellen Gelbton.

Für die Familie hat sich das Projekt gelohnt. Ihr Haus sieht seit der Fassadensanierung so aus, wie sie es sich als schmuckes altes Nordenhamer Gründerzeitgebäude im Stadtteil Blexen vorgestellt hat.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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