Lemwerder Die Begeisterung ist Manfred Klindt sofort anzumerken, wenn er von dem Insektenhotel erzählt. Freudig weist er auf die vielen kleinen Details des Bauwerks hin, das auf dem Gelände des Horts in Lemwerder steht. Vor gut einem Jahr hatte der 44-Jährige zusammen mit Eltern und den Hortkindern angefangen, das Insektenhotel zu bauen.

Erst vor Kurzem wurde das letzte Gefach mit Ästen gefüllt, in denen zum Beispiel Spinnen ein zu Hause finden. Auch Florfliegen, Käfer, Bienen und Hummeln können im Insektenhotel einchecken. Sogar für Fledermäuse gibt es „Zimmer“ im Dach.

Garten für die Bewohner

Doch ganz fertig ist das Bauwerk eigentlich immer noch nicht. „Unten fehlen noch Holzscheite, da können sich Kröten drin verstecken“, so Klindt. In seiner Werkstatt liegt noch die „Marienkäfervilla“, die er zusammen mit einem der Hortkinder gebaut hat. „Die Käfer krabbeln von unten rein. Jetzt fehlt noch ein Stil, dann kommt es in das Blumenbeet“, so der Erzieher.

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Denn die Bewohner des Insektenhotels können nicht nur zwischen individuellen Behausungen wählen, ihnen steht auch ein kleiner Garten zur Verfügung, der mit ihren Lieblingsblumen bepflanzt ist. „Das Beet wurde von den Mitarbeitern des Betriebshofs geplant. Die Bepflanzung hat die Begu gemacht“, so Klindt. „Im Frühjahr waren es vor allem Bienen, jetzt kommen überwiegend Schmetterlinge“, erzählt der Erzieher.

Die Hortkinder sorgen dafür, dass das Beet frei von Unkraut bleibt. Auch beim Bau haben die Kinder kräftig mitgeholfen, haben Lehm gestampft oder die Reethalme in die einzelnen Gefächer gesteckt. „Das war ganz schön aufwendig, man glaubt gar nicht, wie viele Halme da rein passen“, so der 44-Jährige.

Kinder sind stolz

„Die Kinder sind richtig stolz. Manchmal kommen auch solche vorbei, die schon gar nicht mehr hier im Hort sind. Sie wollen sehen, wie das Insektenhotel jetzt aussieht“, erzählt Klindt.

Auch die Kindergartenkinder kommen vorbei und lassen sich von Manfred Klindt die Gefächer erklären, oder sitzen in der Sitzecke vor dem Insektenhotel und beobachten die kleinen Krabbeltiere.

Entstanden war die Idee zum Insektenhotel während eines Projektes, in dem es um heimische Tiere und Insekten ging, erinnert sich der 44-Jährige. Er schaute sich einige Insektenhotels in der Umgebung an. Schließlich entschied er sich für eine Bauvorlage vom Nabu. „Das Material wurde durch Spenden finanziert“, berichtet er. Ein Reetdachdecker spendete zum Beispiel die Reethalme, die Steine stammen vom Bauhof.

Ziel des Projektes ist es, den Kindern die Natur näher zu bringen, so Klindt. „Natürlich gab es im Vorfeld Diskussionen, ob ein Insektenhotel in einem Hort stehen sollte, weil ja auch Bienen darin leben“, erinnert er sich. Doch diese Einwände konnten schnell ausgeräumt werden.

„Die Bienen leben hier nicht in Völkern, es sind einzelne Wildbienen. Das sind friedliche Tiere, so lange man ihnen nichts tut. Das haben auch die Kinder gelernt“, erklärt der Erzieher.


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Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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