Brake Das beste Ergebnis seit Bestehen hat der Braker Hafen im vergangenen Jahr erzielt: Zum ersten Mal in der Geschichte seien mehr als acht Millionen Tonnen umgeschlagen worden, sagte Jan Müller, Vorstandsvorsitzender der J. Müller Aktiengesellschaft, am Mittwoch.

Sowohl der See- als auch der Binnenverkehr haben sich nach Jan Müllers Worten positiv entwickelt und im Vergleich zum Jahr 2014 um insgesamt 7,22 Prozent zugelegt. Während der Umschlag über den Seeweg von 6,27 (2014) auf 6,72 Millionen Tonnen zugenommen hat, stieg der Binnenverkehr von 1,14 auf 1,33 Millionen Tonnen an. Einen erneuten Zuwachs gab es bei Getreide und Futtermittel – von 3,43 Millionen Tonnen auf 3,75 Millionen Tonnen im Jahr 2015. Von einem neuen Rekordwert sprach Thomas Bielefeld, Geschäftsführer der J. Müller Agri & Breakbulk Terminals. Der Import von Getreide profitierte nach seinen Worten von einer schwachen Maisernte in Deutschland.

Trotz des guten Gesamtergebnisses gab es aber auch Einbußen. So sank der Umschlag von Zellulose um rund 100 000 Tonnen auf 835 000 Tonnen, das ist ein Rückgang von 10,7 Prozent. Und auch im Bereich Holz, Schrott, Düngemittel und anderer Handelsgüter gab es einen Einschnitt gegenüber dem Vorjahr. Der Umschlag nahm um 26,9 Prozent auf rund 386 000 Tonnen ab. Im Geschäftsbereich Agri & Breakbulk seien rund fünf Millionen Tonnen umgeschlagen worden, merkte Thomas Bielefeld an. Im starken Wettbewerb mit den Westhäfen sei dennoch eine Steigerung um 1,5 Prozent erreicht worden. „Wir wollen Marktanteile zurückgewinnen“, gab er sich zuversichtlich.

Einen Zuwachs gab es auch im Geschäftsbereich Stahl & Projekt Terminal. Bei den Stahlprodukten wurde um 34,6 Prozent auf rund 998 000 Tonnen zugelegt. Bei Projektladung und Windkraft gab es nach den Worten von Geschäftsführer Martin Krahl eine Steigerung um 34,2 Prozent auf nunmehr 110 000 Tonnen. Der Umschlag lag insgesamt bei 1,1 Millionen Tonnen.

Im Bereich Windkraft hat der Hafen stark profitiert. Exportiert wurde in die USA, nach Kanada und Südeuropa. Importe kamen aus Süd­amerika, China, Spanien und Portugal­. Von einer guten Auftragslage­ in den kommenden Monaten sprach Martin Krahl.

Die Anbindung ans Hinterland ist nach Jan Müllers Worten eminent wichtig. Er begrüßte daher den Bau der B 211 neu. „Der Bau ist unumkehrbar und gut für den Braker Hafen“, sagte er. Die geplante Weseranpassung sei für den Erhalt des Hafens existenziell. Auch der viel diskutierte Bau der Berliner Brücke sei für den Hafen die beste Lösung.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

NWZONLINE-NEWSLETTER

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten.
Meine E-Mail wird nur zu diesem Zweck verwendet.
Einwilligung jederzeit wider­rufbar, Abmeldelink in jeder E-Mail. Die Datenschutz­erklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.