Berne Zwei kleine Kreisel, ein durchgängiger Fußweg von zwei Metern Breite auf einer Seite der Langen Straße, mehr Grün und genügend Platz auf der Fahrbahn für den landwirtschaftlichen Verkehr – so könnte der Berner Ortskern aussehen, wenn all die Vorschläge umgesetzt werden, die an einem Nachmittag im Rahmen eines Workshops im Detail erarbeitet wurden.

Nachdem einige Tage zuvor in der Fachausschusssitzung die Verkehrsleitung während des Ausbaus der Ortsdurchfahrt auf politischer Ebene thematisiert worden war, hatten nun die Bürger die Möglichkeit, als letzten Schritt vor der ingenieurtechnischen Durcharbeitung ihre Ideen und Wünsche in das Projekt einzubringen. Der Vorsitzende des Sanierungsbeirats, Heinz-Georg Helms, hatte zu der Veranstaltung, an der neben Bürgermeister Hartmut Schierenstedt und Fachbereichsleiter Michael Heibült auch Steffen Diekhoff von der Niedersächsischen Landgesellschaft sowie Heinz Mazur und Svea Coerdt als Vertreter des PGT-Planungsbüros teilnahmen, ausdrücklich auch Nichtmitglieder des Sanierungsbeirats eingeladen. Und die kamen zum Glück zahlreich. In vier Gruppen aufgeteilt, knöpften sich die 35 Einwohner jeweils einen Abschnitt der Langen Straße vor und erläuterten anschließend ihre erarbeiteten Ideen.

Einigkeit herrschte am Ende bei fast allen darüber, dass der Fußweg auf der einen Seite durch eine Erhöhung von der Fahrbahn abgesetzt und zwei Meter breit und barrierefrei sein solle. Eine vorgeschlagene ebenerdige Variante, die Gehweg und Fahrbahn lediglich durch farbliche Markierungen trennt, stieß dagegen auf wenig Gegenliebe.

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Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird es ebenfalls einen kleinen Fußweg geben, damit die Bewohner gefahrlos aus der Haustür treten können. Kurven sollten von den Ausweichbuchten einsehbar sein, einige Einfahrten geändert werden und die Fahrbahn mindestens 4,50 Meter breit sein. Außer den landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die ohne Lastbeschränkung weiterhin die Lange Straße nutzen dürfen, oder Lieferanten zu bestimmten Zeiten, soll die Ortsdurchfahrt frei vom Lkw-Verkehr werden, so die Idee.

Jeweils ein kleiner, überfahrbarer Kreisel auf Höhe des Autohauses und an der Kreuzung am alten Rathaus soll die Geschwindigkeit drosseln. Die soll im Bereich zwischen den Kreiseln mit 20 beziehungsweise 30 Stundenkilometern plus Halteverbot geplant werden. Gerne wurde der Vorschlag aufgenommen, die 30er-Zone bis zum Einkaufszentrum an der Weserstraße auszuweiten.

Außerdem wurde der Wunsch nach Fahrradständern und dem rechtsseitigen Ausbau des Fußwegs bis zum Bahnhof geäußert. Bis Oktober oder November 2019 sollte die Ausschreibung fertig sein, wenn man im Jahr darauf mit den Baumaßnahmen beginnen möchte, mahnte Heinz Mazur zur Eile. Michael Heibült dankte neben der regen Bürgerbeteiligung besonders für den gefundenen Konsens.

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