Berne „Glück auf, dass die Kirche bald wieder in altem Glanz erstrahlt“, wünschte Dörte Lossin von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin, die das Ortskuratorium Oldenburg leitet, freute sich, zusammen mit Inga Gronow einen symbolischen Scheck über 50 000 Euro und den Fördervertrag an Pfarrer Dr. Thomas Ehlert für die Sanierung von Dach und Außenfassade der St.-Ägidius-Kirche in Berne überreichen zu können.

Ganz besonders wichtig war es den beiden Frauen, dass auch der Bezirksleiter der Toto-Lotto Niedersachsen GmbH, Olaf Engelhardt, an der feierlichen Übergabe teilnahm. Denn ein Großteil der Fördermittel, die die Stiftung verteilt, stammt aus den Überschüssen der Glücksspirale. „Geld, das in Niedersachsen eingespielt wird, bleibt auch in Niedersachsen“, betonte Engelhardt. 380 Projekte werden aktuell vom Deutschen Denkmalschutz in Niedersachsen gefördert, hieß es. Ein Banner über dem Eingang der Kirche wird noch angebracht.

Mit rund 430 000 Euro schlägt dieser erste Teil der Sanierung zu Buche. Nachdem vom Speicher des historischen Baus, der 1057 erstmals Erwähnung fand, 90 Kubikmeter beziehungsweise 60 Tonnen Geröll und Steine entfernt wurden, ist nun die Fassade in Arbeit.

Es sei ein Glück, dass die zum Ausbessern nötigen historischen Steine von einem Händler aus Verden kommen und nicht extra gebrannt werden müssen, sagte Ehlert; daher sehe er dem anvisierten Fertigstellungstermin am 15. Dezember zuversichtlich entgegen.

Nachdem der Pfarrer zehn Jahre lang brauchte, um die nötigen Fördermittel zusammenzubekommen, ist er auch jetzt noch neben seiner regulären Arbeit täglich mit dem Bau beschäftigt. Unzählige Vorschriften sind zu beachten, damit die beantragten Fördergelder von der EU, der Bingo-Umweltstiftung oder des Denkmalsschutzes, mit denen das Projekt neben Mitteln der Landeskirche oder Rücklagen aus der Kirchengemeinde finanziert wird, am Ende auch tatsächlich fließen.

„Jede Änderung bei den Arbeiten muss von der EU genehmigt werden. Da ist Präzision wichtig“, sagte Ehlert. Froh sei er, dass er mit Artur Saathoff als Bauleiter einen erfahrenen Architekten an seiner Seite habe, dem er vertrauen könne.

Fertig, so wie Ehlert die Berner Kirche gerne an die kommenden Generationen übergeben möchte, ist diese mit dem Abschluss der Außenarbeiten jedoch noch lange nicht. Mit der Heizung, der Orgel oder der historischen Friedhofsmauer geht es weiter.

Wenn alles fertig ist, werden die Kosten mehr als anderthalb Millionen Euro betragen, schätzte Ehlert vorsichtig.

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