Berne Haustiere liegen in Corona-Zeiten im Trend. Eine große Nachfrage ist auch beim Geflügel zu spüren. „Wir haben gar nicht so viele Hennen, wie wir abgeben könnten“, freut sich Torsten Bruns. Er ist der Vorsitzende des Stedinger Rassegeflügelzuchtvereins, der in den vergangenen Monaten viele neue Mitglieder begrüßt hat.

Im Austausch mit Gleichgesinnten gibt es bei den monatlichen Treffen hilfreiche Tipps. Aber nicht nur der Umgang oder die Zucht der Tiere machen Spaß, ganz nebenbei liefern beispielsweise Hühner auch Eier oder Fleisch. „Nur die Hähne möchte aus Angst vor Nachbarschaftsstreitigkeiten keiner haben“, ist die Erfahrung des Vorsitzenden.

Im Vordergrund steht bei den Stedinger Züchtern die Erhaltung alter Rassen. Damit diese sich nicht im Laufe der Zeit verändern, kommt es bei der Zucht auf kleinste Details an. Ein wichtiger Termin ist darum die große Berner Ausstellung mit Bewertung, die normalerweise am letzten Herbstferienwochenende in der Comenius-Schule stattfindet. Doch die fiel wie vieles andere der Pandemie zum Opfer.

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Jungtierbesprechung

Verzichten mussten Züchter auf das Urteil erfahrener Richter aber nicht. Statt zur Ausstellung hatte der Verein zur Jungtierbesprechung in die Scheune von Eike Rulfs eingeladen. Mit festen Zeiten und mit maximal sechs Tieren einer Art durften die Mitglieder teilnehmen. Insgesamt 78 Jungtiere von fünf Jungzüchtern und elf Erwachsenen galt es für die Preisrichter Heinz de Vries und Hans-Jürgen Paul genau zu begutachten.

Man werde mit der Zeit etwas betriebsblind, begründete Züchter Gerhold Meyer, warum ihm auch als langjähriges Mitglied die Bewertung der Tiere wichtig ist. Ganz angetan war der Preisrichter sofort von einem seiner Antwerpener Bartzwerge. Die Nummer 34 stach Hans-Jürgen Paul mit ihrem festen Stand sofort ins geschulte Auge. Aber auch bei genauerem Hinsehen konnte das kleine Tier punkten. Mit einem festen Polster im Sattelübergang, einem kurzen Hals und einem schönen Bart gab es 96 der 97 möglichen Punkte.

Riesige Hühner

„Was gibst du denen denn zu fressen?“, scherzte Meyer angesichts der Australorps, die Moritz Blankemeyer gegenüber in die Käfige setzte. Riesig und schwarz sind die Hühner, bei denen es neben anderem darauf ankommt, dass sie keinen lila Schimmer im Gefieder haben. Das haben sie nicht, stellte Richter de Vries fest, nachdem er die Tiere bei Tageslicht begutachtet hatte. Aber was ist mit dem Kamm? Das müsse von einem Kampf kommen und liege nicht an der Zucht, so die Feststellung.

Trija gehörte mit vier Jahren zu den jüngsten Teilnehmern der Jungtierbesprechung. Sie hatte ihr schwarzes Zwergseidenhuhn „Beauty“ dabei, während Mama Annika Tannert ihre grünlegenden, ursprünglich aus Südamerika stammenden Araucana begutachten ließ.

Der Ansprechpartner

„Diese persönliche Besprechung hat mir sehr viel gebracht“, sagt Kerstin Rabe, die Orpington-Enten ihrer Nichte Lena und Zwergseidenhühner vorstellte. Weich und weiß ist das Gefieder dieser kleinen Hühner. Und das kommt nicht von alleine. Waschen und föhnen ist vor Ausstellungen Pflicht, damit alles stimmt.

Interessierte sind bei den Stedinger Rassegflügelzüchtern willkommen. Informationen gibt es bei Torsten Bruns unter Telefon  0171 6436143.

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