Berne Wild wurden in der Küche der Berner Oberschule nicht nur die Kochlöffel geschwungen, Wild landete auch auf den Tellern, und zwar in Form von Gerichten, wie sie bislang eher nicht alltäglich sind. Geschmackvoll wurde unter Beweis gestellt, dass sich Reh, Wildschwein oder Hase neben Kochtopf und Bratofen auch bestens für den Grill eignen. 13 ganz unterschiedliche Rezepte mit oder ohne Fleisch und die dazugehörigen Zutaten hatte Rita Wöbken vom Hegering Stedingen für den Grill- und Kochkursus mit 18 Teilnehmern vorbereitet.

„Ich hätte nicht gedacht, dass man hier so viel selbst tun muss“, schmunzelte Jürgen Sextroh. Zusammen mit seiner Frau Svenja und Timon Rüß bildete er das Kochteam, das sich unter anderem um die orientalische Pizza mit Wildhack, Feta und Sesamsaat kümmerte. Mit der Teilnahme an seinem ersten Kochkurs erhoffe er sich neue Inspirationen auf dem heimischen Tisch.

An den Herdstellen nebenan wurden Brot für Kürbisbruschetta mit Birnen geröstet, die Silberhaut von der Rehkeule entfernt, Mayonnaise für Luxusburger gerührt, der winterliche Salat für das Hasenrückenfilet vorbereitet oder Gemüse für die Couscous-Beilage geschnippelt.

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Ein Pavillon schützte draußen Hegeringsleiter Ingo Wöbken und Mario Meyer vor dem niedergehenden Platzregen. Die beiden Grillmeister hatten alle Hände voll zu tun, Wildkrakauer-Fleischspieße, Frikadellen und Filets auf den Punkt zu garen. Der abwechselnd in Alufolie und nasses Zeitungspapier gewickelte Aschebraten, der zuvor eingelegt in Olivenöl und Kräuter in der glühenden Holzkohle vor sich hingarte, erforderte zum Glück erst mal keine Aufmerksamkeit.

An Himmelfahrt hatte Kathrin Rowehl ihren ersten Bock geschossen und – wie es sich gehört – ihn selber aufgebrochen. Einen Teil ließ sie in der Altenescher Schlachterei zu Wurst verarbeiten. Der Rest kam in die Truhe. „So ein Bock ist heilig. Den isst man nicht einfach so“, erklärte die Jungjägerin, die im Mai ihren Jagdschein erhielt und für die der Grill- und Kochkurs, den Hegeringsleiter Ingo Wöbken, seine Frau Rita und Mario Meyer organisiert haben, genau richtig kam.

Mit der Jagd aufgewachsen ist auch Jungjägerin Maren Frerichs, die das Revier ihres Vaters übernahm. „So ein Jagdschein ist wie ein kleines Abitur“, so ihre Erfahrung. Wie viele Tiere im Revier erlegt werden dürfen, ist genau festgelegt. Wildschäden müssen vermieden werden. Entschädigt werden die Jäger für die Pflege ihres Reviers mit 100 Prozent Biofleisch, das artgerecht herangewachsen ist und mit Respekt und den dazugehörigen Traditionen zur Strecke gebracht wurde.

Traditionell mit dem Horn wurden die Teilnehmer nach der „Küchenschlacht“ von Kursleiterin Rita Wöbken zu Tisch gerufen.

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