Gemeindeentwicklung
Für „schöne Sachen“ kultivieren

Rund 200 000 Euro fließen in die Umgestaltung. Einem Vorentwurf wurde von den Ausschussmitgliedern zugestimmt.

Bild: Markus Minten
Im Rahmen der Berner Ortskernsanierung wird das Kulturmühlen-Areal umgestaltet.Bild: Markus Minten
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Berne 20 Parkplätze, eine neue Außenterrasse, ein optimierter Bühnenstandort und ein Fußweg, der über das Gelände der Kulturmühle hinweg direkt zu den Parkflächen entlang der Straße Am Schulplatz führt, dazu ein Vorplatz, neu gepflanzte Bäume und Hecken: So soll die Fläche rund um die Kulturmühle nach der Umgestaltung im Rahmen der Berner Ortskernsanierung aussehen. Wenn es da nicht dieses eine „Aber“ in der Planung gäbe.

Rechts oben auf der Planungsfläche, am Rand zur Straße Am Schulplatz, liegt das „Aber“, auf das die CDU-Fraktion am Dienstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung hinwies. „Die nördliche Ecke ist völlig verwachsen. Soll das so bleiben?“, fragte Else Belsemeyer fast schon etwas ungläubig im Anschluss an die Präsentation des Vorentwurfs: „Das muss doch weg.“ Als „freie Vegetationsfläche“ steht besagte Ecke im Plan. Für Karl-Ernst Thümler (CDU) ist der Bereich „ein Dreckloch, da sollte man ein bisschen Kultur reinkriegen“. Schließlich würden in die Gestaltung des Kulturmühlen-Areals knapp 200 000 Euro fließen: „Wir bauen da ansonsten schöne Sachen hin, da sollten wir das auch kultivieren. Da liegt überall Müll.“

Heinz-Georg Helms, Sprecher des Sanierungsbeirats, geht aber davon aus, das im Laufe der Freiflächengestaltung dem wilden Wachstum in dem Bereich Einhalt geboten werde. Am Ende stimmte der Ausschuss für den Vorentwurf und machte noch eine Ergänzung: Es soll geprüft werden, ob der vorgesehene Gehweg, der zwischen Parkflächen und Fahrbahn Am Schulplatz angelegt werden soll, durchgängig sinnvoll ist.

Eine Alternative könnte ein Gehweg sein, der sich nur von der Bundesstraße bis zur Einmündung auf das Kulturmühlen-Areal gegenüber der Schule erstreckt. Denn auch Markus Baritz (SPD) gab zu bedenken: „Der Gehweg dort wird von niemandem genutzt. Die Schüler gehen auf der Straße.“ Auch der Sanierungsbeirat will sich mit dem Thema nochmals befassen. Ebenso mit der Hecke entlang des Grundstücks – denn mit der vorgeschlagenen Rhododendronhecke wollten sich Sanierungsbeirat und Ausschussmitglieder noch nicht gänzlich anfreunden.

Um die Planungen überhaupt umsetzen zu können, brachte der Ausschuss zudem die Änderung des Bebauungsplanes „An der Ollen“ auf den Weg: Der Bereich zwischen der Kulturmühle und der Straße Am Schulplatz muss demnach als Gemeinbedarfsfläche und nicht wie bisher als Mischgebietsfläche ausgewiesen werden.

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