RODENKIRCHEN In einer langen Diskussion erörterten die 85 stimmberechtigten Mitglieder des Beratungsrings Wesermarsch den vom Vorstand ausgearbeiteten Vorschlag zur Beitragserhöhung. Nach Ansicht von Ringleiter Thorsten Schomburg war eine Erhöhung sinnvoll, um im kommenden Geschäftsabschluss erhebliche Einbußen im Kassenbestand zu vermeiden.

Pauschalbetrag für Betriebe

Bei der Jahreshauptversammlung in der Markthalle Rodenkirchen zog Thorsten Schomburg zum Vergleich auch Beitragzahlungen in anderen Ringen heran. Er plädierte für einen Pauschalbetrag für alle Betriebe. Der lag bisher bei 900 Euro jährlich. Der Vorschlag von Thorsten Schomburg sah eine Erhöhung auf 1000 Euro vor mit der Option, im Bedarfsfall 1200 Euro einkassieren zu können.

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Die Mitglieder äußerten zwar Bedenken und befürchteten eine Austrittswelle, forderten aber gleichzeitig eine qualitativ bessere Beratung ein, die die Beitragserhöhung auch rechtfertigen könne. Mit 54 Ja-Stimmen, 22 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen wurde die Erhöhung schließlich beschlossen.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden der Vorsitzende Arend Wichmann und das Vorstandsmitglied Jens Schröder-Hayen im Amt bestätigt. Da sich Rolf Siefken nicht wieder zur Wahl stellte, wurde Gerd Groen neu in den Vorstand gewählt. Der 38-jährige Landwirtschaftsmeister hat in Roddens einen Milchviehbetrieb mit geringer Ackerbaufläche und betreibt Schafhaltung.

Einige aktuelle landwirtschaftliche Zahlen aus der Wesermarsch präsentierte Ringleiter Hans Witbaard. In den letzten 20 Jahren sind die Betriebe im Durchschnitt um 40 Hektar gewachsen, die Milchproduktion hat sich verdoppelt. Dabei werden die Spielräume bei den landwirtschaftlichen Nutzflächen immer geringer. Ein Verlust an Fläche bedeute aber sofort eine Verringerung des Wachstumspotenziales, sagte er.

Kein Verlust an Nutzfläche

Die Landwirtschaft sei eine tragende Säule im ländlichen Raum und darum könne kein weiterer Verlust an Nutzfläche toleriert werden. Die Größe eines Betriebes alleine könne nicht der ausschlaggebende Faktor für seine Überlebenschancen sein. Vielmehr komme es auf eine effektivere Nutzung von Produktionsfaktoren wie Arbeit, Boden, und Kapital an, betonte der Referent. In der Wesermarsch gebe es durchaus Reserven.

Zum Thema Milchleistung referierte Bettina Olbrisch. Sie stellte die Zahlen der Betriebszweigauswertungen vor. Die Unterschiede zwischen den Leistungsklassen wurden mit steigender Milchleistung geringer. Der Mehrbedarf beim Management steigere aber auch die Wirtschaftlichkeit, da mehr Milch pro Stallplatz gemolken werde, sagte sie. Bei der Arbeitsproduktivität der Milchviehbetriebe werde das angestrebte Ziel von 500 000 Kilogramm Milch pro Arbeitskraft durchaus erreicht, wenn man die zusätzliche Arbeit für Färsen, Bullen, Pferde und das Land vorher abziehe.

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