RODENKIRCHEN Sie waren wohl schon auf allen Kegelbahnen in der Wesermarsch zu Gast. Etliche Erfolge konnten in den vergangenen fünf Jahrzehnten „begossen“ werden. Feiern werden die acht Kegelbrüder des Rodenkircher Klubs „Lang hen“ auch an diesem Freitag, wenn sie gemeinsam mit ihren Ehefrauen das 50-jährigen Bestehen ihres Kegelklubs begehen.

Die Idee zur Gründung des Kegelklubs entstand im damaligen Friseursalon Unger an der Langen Straße. „Beim Haareschneiden kamen Stefan Unger, Erich zur Horst und ich auf den Gedanken, einen Kegelklub zu gründen“, erinnert sich Gerd Breuer. Er ist das einzige Gründungsmitglied, das dem Klub „Lang hen“ auch heute noch angehört. Seit nunmehr 49 Jahren führt Gerd Breuer die Kasse des Klubs.

Dessen Gründung erfolgte am 2. Oktober 1958. Anfangs waren es sechs Männer, nach nur wenigen Wochen bestand der Klub aber schon aus zehn Keglern. Laut den alten Statuten dürfen maximal sogar 13 Mitglieder aufgenommen werden. Viele Jahre gehörten dem Klub zwölf Kegler an. Jetzt sind es nur noch acht im Alter von 49 bis 75 Jahren, die bislang vergeblich nach Verstärkung Ausschau hielten.

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Erster „Kegelvater“ (Vorsitzender) des Klubs war Erich Janßen. Er wurde 1960 von Hans Harms abgelöst, dem 1976 Frido Schröder folgte. Seit Januar 1985 amtiert Thade Thaden als „Kegelvater“.

In den ersten vier Jahren wurde auf der alten Kegelbahn gegenüber Albrechts Hotel gekegelt. Die Kegel mussten noch per Hand aufgestellt werden. 1962 erfolgte der Umzug auf die neue vollautomatische Kegelbahn in Albrechts Hotel, wo der Klub „Lang hen“ auch heute noch sein Domizil hat.

Obwohl „Lang hen“ kein Sportkegelklub ist, wurde bis vor zwei Jahren wöchentlich gekegelt. Seit 2006 treffen sich Thade Thaden, Gerd Breuer, Helmuth zur Horst, Günther Harde, Hausherr Richard Hemme, Wilhelm Schuster, Heinrich Becker und Jürgen Wehlau im 14-tägigen Rhythmus zum Kegelabend.

Nach wie vor absolvieren die Kegler je 100 Wurf, wobei es nicht nur um den Tagessieg geht. Ihr sportlicher Ehrgeiz besteht auch darin, ein Zwischenergebnis von 111 Holz zu erreichen, denn dann müssen alle anderen Mitglieder je 50 Cent in die Klubkasse zahlen. Mit der gleichen Summe wird auch ein „Pudel“ geahndet.

Sportlich erfolgreich waren die „Lang hen“-Kegler nicht nur über viele Jahre beim Königs- und Hauspokalkegeln der auf den Bahnen von Albrechts Hotel beheimateten Klubs. In der Besetzung Gerd Breuer, Werner Nass und Thade Thaden gewann der Klub 1988 ein großes Turnier in Bremerhaven, was als größter Erfolg in der Klubgeschichte gilt. Zudem nahm der Klub an Turnieren in Oldenburg und Ganspe teil. Gegen den Kleinensieler Klub „Lat’n rull’n“ wurde einige Jahre die Erich-Nordbruch-Plakette ausgekegelt.

Neben dem Kegeln kam und kommt die Geselligkeit natürlich nicht zu kurz. Die jährliche „Vatertags-Tour“ ist Pflicht. Alle zwei Jahre muss jedes Mitglied zum Dämmerschoppen einladen. Zur Tradition geworden ist auch die jeweils um den 3. Oktober herum stattfindende zwei- oder dreitägige Fahrt, die die „Lang hen“-Kegler bereits in viele Ecken Deutschlands führte. Daran dürfen auch die Frauen teilnehmen. Sie werden die einzigen Gratulanten beim heutigen Jubiläums-Brunch sein.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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