BUTJADINGEN /WESERMARSCH Beim Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) stehen alle Zeichen auf Streik. Doch „trotz Wut im Bauch und steigendem Kostendruck auf den Höfen“ wahren die Landwirte im BDM Disziplin und Geduld, sagt der DBM-Teamleiter Thomas Roßkamp aus Inte bei Stollhamm: „Der Milchstreik wird in Ruhe und vernünftig geplant.“

„Die Zeit arbeitet für uns“, sagt Thomas Roßkamp weiter. „Es kommen immer mehr Landwirte aus ganz Europa auf unsere Seite. Wir haben keinen Stress, denn wir sind auf der Gewinnerseite.“

88 Prozent der Landwirte im BDM haben sich nach den Worten Roßkamps für einen Milchstreik ausgesprochen. Jetzt haben die Molkereien bis zum 2. Mai Zeit für eine Stellungnahme. „Der Countdown läuft“, sagt der BDM-Teamleiter Carsten Glüsing-Lüerssen aus Elsfleth. „Wir nehmen den Milchpreisverfall nicht als unausweichlich hin.“

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„Auf einem Markt geht es immer um ein Kräftemessen zwischen Käufer und Verkäufer“, ergänzt der Landwirt Uwe Stollberg aus Jaderaußendeich. „Wir scheuen nicht den Markt, aber wir werden in Zukunft als gleichberechtigte Partner auf dem Milchmarkt auftreten.“

Wie Thomas Roßkamp sagt, sind die Milchpreise in den vergangenen drei Monaten um zwölf Cent gefallen: „Grund dafür sind ganz leichte Marktüberschüsse und unfähige Molkereien, die dem Lebensmittel-Einzelhandel keinen Gegendruck geben.“ Die Molkereien hätten jede gemeinsame Handlungsoption zur Marktentlastung verweigert und auch keine eigenen Vorschläge gemacht.

„Ohne Gegendruck der Molkereiwirtschaft beugt sich der Preis dem leichten Überangebot“, sagt Roßkamp. „Der Preisverfall kann nur durch den Verkäufer gestoppt werden.“ Kritik äußerte er an den Bauernverbänden: Von ihnen komme nur Aktionismus.

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