Rodenkirchen Rund 290 Mitgliedsbetriebe verzeichnet der Beratungsring Wesermarsch derzeit in seinen Büchern. Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft sei es zu einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr gekommen, machte der Geschäftsführer Thorsten Schomborg während der Jahreshauptversammlung in der Markthalle deutlich.

Die Betriebe hingegen wuchsen um durchschnittlich vier Prozent im Laufe der vergangenen vier Jahre, wie Ringleiter Hans Witbaard in seinem Bericht erläuterte. Die sehr stark schwankenden Betriebsergebnisse hätten ihre Ursachen sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Kostenseite.

37 Cent reichen

Der Milchpreis und die Nebenerträge reichten bei den weniger erfolgreichen Betrieben nicht mehr aus, um die Kosten des Lebensunterhaltes zu decken. Bei den erfolgreichen Betrieben gelinge dies trotz des gestiegenen Kostendrucks immer noch gut. „Vor allem die Aufwendungen für Zukauffutter und die Energie sind rasant gestiegen“, erklärte Witbaard und sprach von einem kostendeckenden Milchpreis, der bei 37 Cent liegen müsse.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Nur durch Intensivierung ihrer Betriebe können die betroffenen Bauern auf die Situation reagieren. Auch in der Landwirtschaft gehe es darum, die Produktionsfaktoren bestmöglich zu kombinieren, damit alle Produktionsfaktoren auch bei knappen Ressourcen entlohnt werden könnten.

Ringleiter Steffen Habben legte die Zahlen der Betriebszweigauswertungen Milchkuh vor. Konsequenz und Beständigkeit in der täglichen Ausübung des Handwerks seien die Voraussetzungen für erfolgreiche Milchviehhalter. Er führte dazu zahlreiche Beispiele aus den Bereichen Kilogramm erzeugte Milch, Kraftfutter je Kilogramm erzeugte Milch, Energiekonzentration in der Grassilage, Maissilage in der Ration und Grundfutterkosten an.

In den ersten acht Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres fiel der Milchpreis um 4,39 Cent pro Kilogramm, und die Milchmenge ging um 140 Kilogramm pro Kuh zurück. Gleichzeitig stieg der Kraftfutterpreis um 3,70 Euro pro Doppelzentner. In der direktkostenfreien Leistung lägen die Landwirte aktuell bei 6,3 Cent unter dem Vorjahresniveau, schilderte Steffen Habben die Situation auf den Betrieben.

14 Betriebe analysiert

Der Landwirtschafts-Student Marcel Hauhut aus Loxstedt hatte in seinem Praktikum die Wirtschaftlichkeit von 14 Betrieben des Ringes analysiert, in denen Fremdarbeitskräfte beschäftigt sind. Dabei zeigte sich, dass die Produktivität pro Stunde und die produzierte Milchmenge pro Arbeitskraft im Vergleich zu den Spitzenbetrieben in Deutschland steigerungsfähig sind. Unabhängig von der Größe des Betriebes ergaben sich große Schwankungen. Genaue Anweisungen für die Arbeitskräfte und genau definierte Arbeitsprozesse gewährleisteten eine hohe Auslastung, sagte Marcel Hauhut in seinem Referat.

Wochenpläne und genau beschrieben Arbeitsfelder in den Betrieben führten zu der gewünschten Routine und damit zu weniger Zeitverlust. „Es gilt auch in der Landwirtschaft: Wer schreibt, der bleibt“, sagte Marcel Hauhut.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.