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Schwerer Verkehrsunfall in Oldenburg
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NORDENHAM Sein 50-jähriges Bestehen feierte der Ortsverband Nordenham der Johanniter-Unfallhilfe am Sonnabend im Nordenhamer Gymnasiums. Der Ort war nicht zufällig gewählt, denn seit etlichen Jahren findet eine Kooperation statt, deren Ziel es ist, junge Menschen an organisierte Hilfe heranzuführen. Dies äußert sich im Schulsanitätsdienst, den der JUH-Ortsbeauftragte Dr. Markus Wedemeyer als ehemaliger Schüler mit dem Projekt „Abi bis aufs Blut“ noch in seiner Schulzeit umzusetzen begann.

Rund 100 geladene Gäste, darunter Vertreter von Politik, Verwaltung, Polizei, Wirtschaft und weiteren sozialen Institutionen verbrachten einen gemütlichen Abend mit anschließendem Buffet.

Nach der Begrüßung durch Wilfried Barysch vom JUH-Regionalverband Weser-Ems, gaben Kommunikationsreferentin Bettina Martin und der ehrenamtliche Helfer Tobias Patzke einen historischen Rückblick. Darin eingebaut war die Sicht auf die aktuelle Situation der Johanniter-Unfallhilfe, die Markus Wedemeyer vortrug. Er sparte dabei auch nicht mit Kritik und benannte aus seiner Sicht vorhandene Missstände in Bezug auf die Ausbildung der Helfer und die Wertschätzung der geleisteten Arbeit durch Politik und Gesellschaft.

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Eine Hauptaufgabe der Johanniter sei die qualifizierte und hochwertige Ausbildung der Sanitäter und Helfer. Die zunehmende Bürokratie bei der Ausbildung stelle aber ein deutliches Problem dar und koste zusätzlich Zeit. „Es gibt viele minderwertige Trittbrett-Fahrer im Bereich der Ausbildung, die eine ganze Branche in Verruf bringen“, machte Wedemeyer deutlich. Die Ausbildung von Erwachsenen sei kein Kinderspiel und gehöre in die Hände von Fachkräften. Er wies darauf hin, dass der Ortsverband Nordenham vom TÜV ein Zertifikat für seine qualitativ hochwertige Ausbildung von Sanitätshelfern ausgestellt bekommen habe.

Auch in anderer Hinsicht setzen die Johanniter auf Ausbildung. So gibt es mittlerweile ein Notfalltraining für Arztpraxen und ab April wird den pflegenden Angehörigen im neuen Vita-Zentrum die Möglichkeit eröffnet, sich für diese besonderen Aufgaben zu rüsten. Mit diesem Zentrum begehen die Johanniter einen neuen Weg und wechseln von der reinen ehrenamtlichen Arbeit zu einer Zweigleisigkeit mit hauptamtlichen Kräften. „Hauptamt zu schaffen heißt nicht, sich vom Ehrenamt zu verabschieden“, sagte Wedemeyer und wies auf den Fahrdienst, die Betreuung und die Ortsführung hin, die auch weiterhin ihre Arbeit ehrenamtlich verrichten werden.

Ohnehin sei die qualitativ hochwertige Unfallhilfe erst durch ein gutes Zusammenspiel von haupt- und ehrenamtlichen Wachen möglich. Denn gerade der Rettungsdienst erfordere hohe finanzielle Unterstützung, die erwirtschaftet werden müsse. Deshalb verstehe und toleriere er auch nicht die Kritik seitens der Politik und der Gesellschaft, wenn doch einmal Geld verdient werde. Wedemeyer lobte ausdrücklich den Landkreis Wesermarsch, der hier ein klare Position für Hilfsorganisationen bezogen habe und allen Beteiligten somit den Rücken stärke.

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