Nordenham Die Zahl der Arbeitslosen hat in der nördlichen Wesermarsch von Dezember auf Januar zwar saisonbedingt zugenommen, aber das ändert nichts am positiven Trend. Denn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Erwerbslosenquote in Nordenham, Butjadingen und Stadland erneut gesunken: von 8,2 Prozent auf jetzt 7,9 Prozent.

Am Stichtag im Januar sind im Bereich der Nordenhamer Arbeitsagentur, die auch für die Gemeinden Butjadingen und Stadland zuständig ist, 1656 Menschen erwerbslos gemeldet gewesen. Im Vormonat, als die Quote bei 7,4 Prozent gelegen hatte, waren es 1537 und im Januar des vergangenen Jahres 1711. Im aktuellen Arbeitslosenbestand sind die Männer (887) gegenüber den Frauen (769) deutlich in der Mehrheit.

„Die gute Entwicklung hat sich fortgesetzt“, kommentiert der Arbeitsvermittler Frank Albers die neuen Zahlen. Mittlerweile befinden sich die monatlichen Erwerbslosenzahlen im Norden der Wesermarsch zum sechsten Mal in Folge unter dem Vorjahreswert. Frank Albers sieht das als Beleg dafür an, dass der Arbeitsmarkt im Bereich der Nordenhamer Agentur „robust“ ist. Die gestiegene Nachfrage nach Personal hält demnach weiter an.

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Dass die Erwerbslosenquote von Dezember auf Januar zugenommen hat, ist laut Frank Albers typisch für diese Jahreszeit. Er begründet das mit saisonalen Einflüssen. Dazu gehören wetterbedingte Kündigungen in Außenberufen, das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge zum Jahresende, ein geringerer Personalbedarf in der Hotel- und Gaststättenbranche sowie das Ende von dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen.

Der Arbeitsmarkt im Norden der Wesermarsch ist laut Frank Albers so stabil, dass er auch den zunehmenden Anteil an ausländischen Erwerbslosen verkraftet. Deren Zahl ist im Jahresvergleich um 38,8 Prozent auf 311 gestiegen. Etwa 18 Prozent der Erwerbslosen in der nördlichen Wesermarsch haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Hintergrund ist, dass vermehrt Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Iran und Afghanistan sich um einen Arbeitsplatz bemühen. Im Bereich der Nordenhamer Agentur sind etwa 150 Arbeitslose diesem Kreis zuzuordnen.

Dass Bewegung auf dem Arbeitsmarkt im Kreisnorden ist, zeigt der Zugang an freien Stellen. Im Januar wurden der Agentur in Nordenham 47 unbesetzte Arbeitsplätze gemeldet – das sind 31 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Bestand befinden sich jetzt 241 zu vergebende Jobs. Gesucht werden vor allem Zeitarbeitskräfte in der Industrie sowie Personal für die Bereiche Gesundheits- und Sozialwesen, Gastgewerbe, Verkehr und Lagerlogistik.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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