Brake Die Notwendigkeit des Braker Arbeitslosentrums (ALZ) mit der Sozialberatung bestreite die CDU nicht, merkte Hans-Dieter Beck beim Besuch der Einrichtung in Brake an. Der CDU-Ratsherr verwies jedoch auf die fehlende Bereitschaft der vorherigen ALZ-Leitung in den zurückliegenden Jahren unter Ingo Logemann, dem damaligen Vorsitzenden des Trägervereins des ALZ, die wirtschaftlichen Verhältnisse des Zentrums auch gegenüber der CDU-Fraktion offen zu legen. Immer wieder hätten die Mitglieder der CDU-Fraktion im Stadtrat erfolglos die Berichte eingefordert.

Mit dem ALZ-Leiter Carsten Grümbel, der dieses Amt seit 2014 innehat, und dem Vorsitzenden Henning Otholt ist nun Offenheit in das Haus eingekehrt. Das begrüßten neben Hans-Dieter Beck auch seine Parteikollegen Claus Plachetka, Uwe Seyberth und Aylin Yücel sowie Jonas Ising (parteilos), die sich über die Arbeit und den Fortbestand der Einrichtung informierten. „Endlich liegen uns die Zahlen vor“, merkte Hans-Dieter Beck an. Auf Grundlage dieser Transparenz könne man jetzt endlich nach Lösungen suchen.

Wie bereits mehrfach berichtet, benötigt das Arbeitslosenzentrum in diesem Jahr eine zusätzliche Finanzspritze in Höhe von 2570 Euro, um die unabhängige qualifizierte Sozialberatung weiterhin anbieten zu können. Die 1053 Beratungen im vergangenen Jahr belegen laut Carsten Grümbel diesen Bedarf. Ohne weitere Finanzierungszusagen und zusätzliche öffentliche Unterstützung werde das Arbeitslosenzentrum die notwendige und stark nachgefragte Hilfestellung für Bürger aus Brake, Berne, Elsfleth, Lemwerder, Jade und Ovelgönne einstellen müssen, so Hennig Otholt.

Und genau das ist der Punkt: Wie Carsten Grümbel berichtete, kommen zwei Drittel der Ratsuchenden aus Brake und ein Drittel aus anderen Kommunen. Es sei nicht solidarisch, dass Brake als einzige Kommune die Anteile erbringen muss, so Hans-Dieter Beck dazu. Die Haushaltsberatungen in Brake seien abgeschlossen. Das ALZ sollte daher versuchen, für dieses Jahr eine Mietermäßigung zu erreichen und mit den anderen Kommunen zu sprechen. Hans-Dieter Beck sicherte Unterstützung zu.

 Geld bringen die Stadt Brake (7000 Euro) sowie der Landkreis Wesermarsch (9000 Euro) und der evangelisch-lutherische Kirchenkreis (3800 Euro) auf. Das Land Niedersachsen steuert rund 13 000 Euro bei. Die Einnahmen liegen insgesamt bei 41 000 Euro, doch es fehlt noch an rund 3000 Euro, um die Arbeit des Arbeitslosentrums sicherzustellen. „Es gibt bestimmte Hoffnungen, dass das Geld reinkommt“, sagte Henning Otholt.

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