Brake Einer ehemaligen Disco, die in Brake Kult-Status hatte, droht der Abriss. Das alte „Admiral Brommy“ soll altengerechten Wohnungen weichen. Das jedenfalls ist der aktuelle Plan des Eigentümers Jens-Uwe Thormählen aus Bardenfleth.

Ende März vergangenen Jahres hatte die NWZ  darüber berichtet, dass das „Brommy“ wieder schmuck werden soll. Jens-Uwe Thormählen hatte das Gebäude aus der Insolvenz-Masse der Weserhotel AG erstanden. Seine Mutter, Ingrid Thormählen, hatte damals auf Anfrage der NWZ  gesagt, dass es zwar noch keine konkreten Pläne, durchaus aber verschiedene Ideen für die Nutzung des „Brommy“ gebe. Denkbar sei, das Untergeschoss für eine Ladenzeile zu nutzen. Und auch eine erneute gastronomische Nutzung hatte Ingrid Thormählen nicht ausgeschlossen. Bereits damals waren allerdings auch schon Seniorenwohnungen im Gespräch gewesen.

Diese Idee scheint sich nun zu verdichten. Auf Nachfrage sagte Jens-Uwe Thormählen am Dienstag, dass zwar noch immer nichts konkret sei. Zurzeit verfolge er aber den Plan, zumindest den Bauplatz neben der ehemaligen Disco für seniorengerechte Wohnungen mit Weser-Blick zu nutzen. „Und vermutlich kommt dann auch das alte Gebäude weg“, ergänzt Thormählen. Der geplante Neubau würde sich dann auch über dieses Grundstück erstrecken. Anfang 2014 wolle er mit der Planung beginnen, so der Bardenflether.

Viele Brakerinnen und Braker, die sich noch an lange Disco-Nächte im „Brommy“ erinnern, bedauern, dass das Gebäude, das in exponierter Lage genau gegenüber dem Telegraph steht, mehr und mehr verfällt und damit einen Schandfleck darstellt. Noch größer dürfte das Bedauern sein, wenn das Haus nun tatsächlich abgerissen würde.

Bürgermeister Roland Schiefke sieht dem Abriss des „Brommy“ mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Einerseits würde er es bedauern, wenn das historische Gebäude, das auf unzähligen Fotos und Postkarten verewigt ist, aus dem Stadtbild verschwinden würde. Andererseits habe er Verständnis für den Eigentümer, so Roland Schiefke, der sich zudem freuen würde, wenn diese Stelle an der Kaje auch in optischer Hinsicht wieder aufgewertet würde.

Das „Brommy“ stand einst unter Denkmalschutz. Bereits Mitte der 90er Jahre sei es jedoch von der Liste gestrichen worden, berichtet Schiefke.

Letzte Inhaberin des alten „Brommy“ war Chantal Spauschus. Sie musste das Lokal Ende der 90er Jahre aufgeben, nachdem die Geschäfte nicht zuletzt durch den Abzug der Marine immer schlechter gelaufen waren.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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