Elsfleth Die Elsflether leben gerne in ihrer Stadt. Das wurde an der Rollenden Redaktion der Nordwest-Zeitung während des Wochenmarktes am Freitag deutlich. Viele äußerten sich positiv über den beschaulichen, maritimen Charakter ihrer Heimatstadt. Doch es gab auch kritische Stimmen.

Für den Elsflether Hubert Fugel (70) ist seit Jahren einiges rückläufig. Das macht er vor allem an den Leerständen in der Fußgängerzone fest. Seiner Meinung nach hätte man lieber etwas für den städtischen Kernbereich unternommen, statt den Stellplatz für Wohnmobile an der Kaje für viel Geld auszubauen. Er selbst fühlt sich indes wohl in Elsfleth, wie er den NWZ -Mitarbeitern Sophie Strübing und Ronald Hoppe erzählte.

Zufrieden ist auch Georg Kraitzek (85), der 40 Jahre lang auf der Elsflether Werft arbeitete und sich wohl fühlt in seiner Stadt, in die es ihn nach dem Zweiten Weltkrieg verschlagen hatte. Er fahre noch Auto und käme so auch schnell nach Oldenburg, merkt er an. Seinen Wagen möchte er genauso wenig missen wie die Tageszeitung.

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Seit mittlerweile 65 Jahren lebt Grete Such (75) in Elsfleth. Sie kam als Siebenjährige aus der Ukraine an die Hunte. Ihre Vorfahren wären einem Ruf der Zarin Katharina der Großen gefolgt, um Land urbar zu machen, wie sie betont – und dass sie gerne hier lebt. Sie begrüßt, dass mit der Eröffnung von Ihr Platz am 1. November endlich wieder ein Drogeriemarkt in der Fußgängerzone vorhanden sein wird. Da würde dem Angebot gut tun.

Dieser Meinung ist auch Tanja Colakkeskin (39). Sie freut sich, dass Ihr Platz bald öffnet. Auch schätzt sie die gute Lebensqualität in Elsfleth. Ihre beiden Kinder würden behütet aufwachsen, die Sportangebote des Elsflether Turnerbundes seien hervorragend. Sie selbst und ihr Ehemann hätten Arbeit in der Stadt. Und sie sei froh darüber, dass jeden Freitag Wochenmarkt abgehalten wird, um frische Waren einkaufen zu können.

Aber wie lange noch? Anne Carstens vom Geflügelstand Renke Onken aus Neuenburg beklagt, dass der Wochenmarkt einschläft und fragt nach den Elsflethern. Seit 23 Jahren ist sie auf dem Wochenmarkt anzutreffen, viele Stammkunden kennt sie seit dieser Zeit. Seit Jahren würde man schon schwanger damit gehen, den Wochenmarkt in Elsfleth nicht mehr zu beschicken. Aber das könne den vor allem älteren Stammkunden nicht zugemutet werden.

Auch der Hobby-Imker Karl-Heinz Dommen (68) aus Ganderkesee ist ihrer Meinung. Er komme nur noch alle 14 Tage nach Elsfleth, merkt er an. Er habe viele ältere Kunden. Irgendwann, so sagt er, lohne sich das Geschäft nicht mehr.

Während andere Elsflether noch die gute Nachbarschaft und die vielen Angebote in den Vereinen und im kulturellen Bereich hervorhoben, wurde oft die fehlende Attraktivität der Innenstadt bemängelt. Ein weiterer Kritikpunkt: Die mangelhafte Anbindung Moorriems an den öffentlichen Nahverkehr.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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