Abbehausen Der Flachbau an der Enjebuhrer Straße ist zu klein, unzureichend ausgestattet und erfüllt in vielen Punkten nicht die Anforderungen an ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus. Daher macht sich der Abbehauser Ortsrat schon seit Jahren dafür stark, dass die Brandretter im Dorf ein neues Domizil bekommen. In einer Sitzung am Donnerstagabend ist das Thema erneut zur Sprache gekommen. Um die Sache voranzubringen, hatte die CDU-Fraktion beantragt, 800 000 Euro für einen Neubau in den Haushaltsplan 2022 aufzunehmen. Doch es stellte sich heraus, dass diese Summe viel zu niedrig angesetzt ist. Erstmals legte die Stadtverwaltung eine Kostenschätzung vor. Und die ließ die Ortsratsmitglieder schlucken: Baudezernentin Ellen Köncke teilte mit, dass mit Ausgaben in Höhe 3,3 Millionen Euro zu rechnen ist.

Tempo 30

Um die Sicherheit für Kinder und Fußgänger zu erhöhen, möchte der Abbehauser Ortsrat, dass auf der Straße Am Butjenter und auf dem Infelder Weg die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer verringert wird. Die Stadtverwaltung hat diesem Vorschlag grundsätzlich zugestimmt. Jetzt muss die Untere Verkehrsbehörde darüber befinden. Die Anregung stammt von der SPD-Fraktion.

Auf den Ortsdurchfahrten (Landesstraße 860) in Abbehausen und Ellwürden soll für Lastwagen künftig eine Höchstgeschwindigkeit von nur noch 30 Stundenkilometern gelten. Diesen Antrag des Einzelratsherrn Horst Milotta hat der Ortsrat mit großer Mehrheit angenommen. Das Thema soll in der nächsten Verkehrsschau im Herbst zur Sprache kommen.

Die von der CDU angesetzten 800 000 Euro bezeichnete die Dezernentin als „definitiv utopisch“. Niemals würde ein solcher Betrag für die Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses reichen, sagte Ellen Köncke.

Aber wie soll die klamme Stadt Nordenham die 3,3 Millionen Euro aufbringen? Bürgermeister Carsten Seyfarth wies den Vorwurf zurück, dass die Summe zu hoch gegriffen sei und sprach von einer „realistischen Größenordnung“. Aus seiner Sicht ist es der Stadt Nordenham nicht möglich, eine solche Investition in den Haushaltsjahren 2020/21 zu schultern. „Wir können das Geld ja nicht drucken“, sagte der Bürgermeister. Somit ist weiterhin offen, ob und wann die Abbehauser Feuerwehr den ersehnten Neubau bekommt.

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Der Ortsrat erteilte der Stadtverwaltung den Auftrag, sich Gedanken über „alternative Finanzierungsmöglichkeiten“ zu machen und in der nächsten Sitzung Vorschläge zu unterbreiten. Dabei sollte auch eine Mietlösung geprüft werden, wie sie für den neuen Belag des Abbehauser Kunstrasensportplatzes angedacht ist.

Dezernentin Ellen Köncke regte an, sich auch noch einmal mit der ursprünglichen Idee eines Erweiterungsbaus zu befassen. Diese deutlich günstigere Variante sieht vor, auf dem ehemaligen Schlackesportplatz hinter dem jetzigen Gerätehaus eine Fahrzeughalle zu errichten. Das eigentliche Feuerwehrhaus könnte dann modernisiert und mit zeitgemäßen Sanitäranlagen ausgestattet werden.

Unabhängig von allen großen Zukunftsplänen beschloss der Ortsrat auf Anregung des Einzelratsherrn Horst Milottta, als Sofortmaßnahme neben dem Gerätehaus ein Carport errichten zu lassen, weil eines der drei Feuerwehrautos bislang ungeschützt im Freien stehen muss.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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