BRAKE In der Stadt Brake gibt es noch 86 Kleinkläranlagen. Diese werden regelmäßig von der Unteren Wasserbehörde (UWB) überprüft. Für Anlagen, die nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, müssen die Nutzer im Durchschnitt 3500 Euro pro Jahr zahlen. Die von der Stadt erhobene Gebühr für Kleinkläranlagen werde an das Land abgeführt. Das berichtete Bauamtsleiter Matthias Wenholt in der Bauausschusssitzung. Er beantwortete damit eine Anfrage der Ratsgruppe CDU/Grüne.

Kleinkläranlagen werden nur befristet genehmigt. Sie befinden sich in der Regel in Bereichen, in denen der Anschluss an das Abwassernetz der Stadt nicht rentabel ist. Insgesamt, so Wenholt, sind rund 98 Prozent der Einwohner an das Abwassernetz angeschlossen.

Leenert Cornelius von der Braker Sielacht erläuterte die geplante Erneuerung des Braker Siels. Wie berichtet, wurde es vor über 50 Jahren gebaut und das Leistungsvermögen auf etwa 150 Hektar ausgerichtet. Mittlerweile seien rund 770 Hektar städtischer Fläche versiegelt, deshalb soll eine leistungsstärkere Pumpe eingebaut werden zu den zwei vorhandenen. Der Antrag auf Finanzierung dieser Maßnahme sei bereits beim Land gestellt, berichtete Cornelius.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Zunächst werde aber ein Sicherheitstor eingebaut, weil zurzeit Wasser aus der Weser ins Siel eindringt. Die Bauarbeiten beginnen im Sommer und sollen im Herbst abgeschlossen sein. „Damit schaffen wir Sicherheit für den Winter“, sagte Cornelius. Er rechnet mit Baukosten von mehr als einer Million Euro.

Im nächsten Jahr wird die Pumpe erneuert. „Dann kann man auch bei höheren Wasserständen noch pumpen“, berichtete Cornelius. Daneben werde derzeit geprüft, ob das Braker Siel verlegt werden kann, um seine Leistungsfähigkeit auch später weiter erhöhen zu können. Eine weitere Überlegung ist, Teile des Wassers als Tränkewasser in Richtung Stadland zu pumpen. „Dann gibt es am Siel insgesamt nicht so eine große Belastung“, sagte Cornelius.

Axel Frerichs, Abteilungsleiter beim OOWV, erläuterte das Abwasserkataster. Danach gibt es in Brake 226 abwasserrelevante Betriebe (Stand: 2008), fast alle hätten die vorgeschriebenen Abwasseranlagen. Alle fünf Jahre würden die Anlagen gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde überprüft. Wenn sie dabei nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen würden, dann müsse entsprechend nachgerüstet werden, erklärte Frerichs.

Dass die Betriebe ordnungsgemäß ihre Abwässer entsorgen, könne man am Klärschlamm erkennen. Er sei der Indikator für die Abwasserqualität – hier seien aktuell keine Auffälligkeiten festgestellt worden.

Den Vorschlag der Gruppe, Abwassergebühren nach Schmutzwasser und Regenwasser aufzusplitten, lehnte Frerichs ab. Der erhöhte Personalbedarf und die fehlende Berücksichtigung von Kostenminderungsfaktoren wie Rasengittersteine oder begrünte Dächer würden dagegen sprechen, so Frerichs.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.