NORDENHAM Es wird gebohrt und genietet in der Airbus-Ausbildungswerkstatt. Doch wo normalerweise die Lehrlinge des Unternehmens in der praktischen Ausbildung unterrichtet werden, haben sich jüngere Mädchen als sonst einen Platz an den Werkbänken gesichert. Ungewöhnlich ist auch die Arbeit, die sie verrichten: Sie fertigen Bilderrahmen aus Aluminium an.

Anlässlich des Mädchenzukunftstages haben 50 Schülerinnen ihre Eltern, Verwandten oder Bekannten ins Nordenhamer Airbuswerk begleitet, um deren Arbeitsplätze kennen zu lernen. Marlies Neckritz (14) aus Stollhamm ist mit ihrem Vater gekommen. Er habe sie gefragt, ob sie am Mädchenzukunftstag teilnehmen wolle, erzählt die Schülerin. Da habe sie gern zugesagt. Im Werk sei es schließlich sehr interessant, merkt sie an.

Auch Anna Brinkmann (14) aus Nordenham hat den Arbeitsplatz ihres Vaters gezeigt bekommen, bevor sie von Ausbildungsleiter Olaf Heinrichs sowie dem Betriebsratsvorsitzenden Michael Eilers zusammen mit den anderen Schülerinnen begrüßt wurde. Einige unter ihnen wie Jessica Nakaten aus Ovelgönne kennen sich bereits aus im Werk. „Ich war schon ganz oft hier“, erzählt die 14-Jährige.

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Aufgeteilt in fünf Gruppen zu zehn Mädchen wird den Schülerinnen gezeigt, wie eine Schaltung funktioniert. Danach lernen sie unterschiedliche Arbeitsplätze von Airbus-Mitarbeiterinnen kennen. Dass neben den Ausbildungsberufen Fluggerät- und Industriemechaniker seit drei Jahren zusätzlich noch der Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk ausgebildet wird, überrascht. Die Fertigung mit kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) gewinnt nach den Worten von Olaf Heinrichs weiter an Gewicht. Es sei bereits ein CFK-Studiengang ins Leben gerufen worden.

Die Anzahl der Bewerberinnen ist diesmal geringer als noch vor einem Jahr. Der Ausbildungsleiter erkennt darin einen Trend der Jugendlichen hin zu Berufen im kaufmännischen Bereich und in der IT-Branche. Die gewerblich-technische Ausbildung sei weniger gefragt. 37 Schulabgänger würden indes ab August ihre Ausbildung im Werk beginnen. Wer 2009 dabei sein möchte, muss sich laut Olaf Heinrichs ab September um einen Ausbildungsplatz bemühen. Zurzeit sind 150 Lehrlinge im Airbuswerk beschäftigt. Wer die Arbeit kennenlernen möchte, kann in den Oster- oder Herbstferien ein einwöchiges Praktikum absolvieren. Schüler ab der 9. Klasse sind willkommen.

Ein Kontrastprogramm gibt es bei Familie Kraft in Hoffe. 14 Mädchen und Jungen lernen den Beruf des Tierpflegers kennen. Stefanie Eilers (20), die zur Heim- und Pensionstierpflegerin ausgebildet wird und im Mai und Juni ihre Prüfungen ablegt, zeigt den Kindern, worauf es in dem Beruf ankommt.

Der zehnjährige Marcel Stromitzky hat sich bereits festgelegt. „Ich will Tierpfleger werden“, sagt der Blexer selbstbewusst. Er besitze zwei Hunde. Der jüngste, ein Labrador namens „Charly“, sei elf Monate alt. Mit ihm wolle er in die Hundeschule von Krafts Rabauken kommen. Und auch Alina Schreiber (10), die zwei Wellensittiche besitzt, fühlt sich durch den Zukunftstag in ihrem Berufswunsch bestärkt, Tierpflegerin zu werden.

Auch die Firma ATB Motorentechnik in Friedrich-August-Hütte hat für ihre Gäste wieder einiges auf die Beine gestellt. Und bei der Polizei in Nordenham zeigt Spürhund „Falco“, wie er eine Fährte aufnimmt. Die Kinder schauen Polizeibeamten auch bei einer Lkw-Kontrolle sowie einer fingierten Spurensuche einschließlich Ausgipsen über die Schulter. Zum Abschluss gibt es für die angehenden Krimialkommissare jeweils eine Urkunde und ein Erinnerungsbild.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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