BERNE 352 Berner haben bislang mit ihrer Unterschrift gegen den geplanten Bau eines Putenmaststalles im Ortsteil Campe protestiert. Die Initiatoren des Wiederstandes gegen den von Landwirt Heiko Ripken beantragten Stallbau, Reinhard B. Pommerel und Hans-Georg Bothe, überreichten Bürgermeister Bernd Bremermann am Mittwoch im Rathaus eine Liste mit den Unterschriften. Mitinitiator Jan Lawrentz fehlte bei der Übergabe.

Nach Auffassung der Stallgegner zählen Geflügelställe zusammen mit Schweineställen zu den „größten landwirtschaftlichen Luftverschmutzern“. Gerade die Bewohner der in der Nähe des Stalles gelegenen Ortsteile Campe, Hannöver, Coldewei und Glüsing müssten unter den Emissionen leiden. „Viele Häuser sind teilweise nur rund 200 Meter vom vorgesehenen Standort entfernt“, sagte Pommerel. Da sei eine Belastung der Luft mit Keimen und anderen bei der Massentierhaltung entstehenden Schadstoffen nicht auszuschließen. „Das bedeutet, dass wir häufiger krank werden, dass häufiger Allergien, chronische Erkrankungen und Infekte der Atemwege auftreten können“, fürchtet Pommerel, „am schlimmsten sind davon unsere Kinder betroffen.“

Überzeugt sind Bothe und Pommerel, dass der geplante Stall keine neuen Arbeitsplätze schaffe. Mehr noch: Durch den Stall am Ortseingang werde die Entwicklung Bernes insbesondere in Sachen Tourismus beeinträchtigt. „Unsere Lebensqualität wird sinken, Haus- und Grundbesitzer erleiden finanzielle Verluste“, meinte Pommerel. Insofern müsse dringend über einen alternativen Standort nachgedacht werden. Andernfalls sei man aber auch bereit, juristisch gegen das Projekt vorzugehen.

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Bürgermeister Bremermann machte erneut deutlich, dass er ebenfalls gegen den von Ripken favorisierten Stallstandort ist: „Wir müssen handeln. Ich werde dem Gemeinderat eine Veränderungssperre vorschlagen, um den Bau an dieser Stelle zu verhindern. Helfen kann eine gemeindliche Bauleitplanung.“

Der Rathauschef kündigte an, die Ratsmitglieder noch am Mittwoch über die Unterschriftenaktion informieren zu wollen. Ebenso werde er sich kurzfristig um ein Gespräch mit dem Landkreis Wesermarsch – der erteilt die Genehmigungen für derartige Bauten – bemühen.

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