Wesermarsch Was passiert jetzt eigentlich mit der Sexpuppe, die am 27. Juli in der Nähe des Rathauses von Lemwerder als vermeintlicher „Leichenfund“ entdeckt worden war und im Nachhinein insbesondere in den sozialen Medien für ein erhebliches Interesse gesorgt hatte. Die Nachfrage unserer Redaktion bei der Polizei ergab das Folgende: „Das ist für uns eine Umweltordnungswidrigkeit, die wir nicht länger verfolgen werden. Wir werden den Eigentümer nicht ermitteln. Der Aufwand wäre nicht zu rechtfertigen“, teilte ein Polizeisprecher mit und bat um Verständnis.

Großeinsatz

Zur Erinnerung: „Vermutlich schwerwiegende Beziehungsprobleme“ hatten den Einsatz von Polizei und Feuerwehr in Lemwerder ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, hatten Mitarbeiter der Gemeinde gegen 10 Uhr bei Gartenarbeiten in der Nähe des Rathauses eine leblose Person in einem kleinen Gewässer gefunden. Beamte der Polizei Lemwerder waren schnell vor Ort und sahen einen verhüllten und menschlich wirkenden Körper im Gewässer. Die Gesamtumstände deuteten auf ein Verbrechen hin. Die Polizei sperrte den Tatort ab. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr bargen den Körper, der vollständig mit einem dunklen Laken umhüllt war. Um 11.45 Uhr war der Spuk vorbei und es konnte Entwarnung gegeben werden. Nachdem das Laken entfernt worden war, kam eine enthüllte und unbekleidete Silikonpuppe zum Vorschein.

Hoher Kaufpreis

Nutzer der sozialen Medien hatten nach dem Bericht über den Vorfall eine Spurensicherung und gar einen DNA-Test vorgeschlagen. Aus Sicht der Polizei „viel zu teuer und indiskutabel.“

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Der Eigentümer oder die Eigentümerin der Silikonpuppe hätten sich noch nicht gemeldet. Auch sonst gab es wohl keine Nachfragen. Wer habe schon Interesse an einer gebrauchten Silikonpuppe, war aus Polizeikreisen zu hören.

Silikonpuppen haben ihren Preis: Der Neukaufpreis der Puppe dürfte im flachen vierstelligen-Euro-Bereich liegen. Die Aussichten der gefundenen Silikonpuppe sind ernüchternd. „Die Puppe muss mit dem Restmüll entsorgt werden. Sie kann in die schwarze Tonne gesteckt werden – am besten zerstückelt – oder auf einem unserer Recycling-Einrichtungen abgegeben werden“, sagte eine Mitarbeiterin der GIB-Entsorung Wesermarsch auf Nachfrage unserer Redaktion.

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Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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