Wesermarsch Der erste Bewohner der Wesermarsch hat bereits vergangene Woche gewählt. Das wissen Monika Wessels, Peggy Ragab und Claudia Trüper. Die Damen organisieren die Briefwahl zur Europawahl am 26. Mai im Braker Kreishaus. „Eine Briefwahl ist bis jetzt bei uns eingegangen“, sagte Monika Wessels am vergangenen Donnerstag. Mittlerweile dürften es einige mehr sein. Dabei ist bei dieser Abstimmung zum Europaparlament die Briefwahl nicht ganz unproblematisch. Es fehlen derzeit noch die roten Umschläge in denen, die Stimmzettel portofrei zum Kreishaus geschickt werden können. Die sollen erst Mitte dieser Woche eintrudeln, so dass gegen Ende der Woche die kreisangehörigen Kommunen die Unterlagen verschicken können. Wer dringend noch diese Woche per Brief wählen möchte, weil er in den Urlaub fährt oder aus einem anderen Grund zum Wahltermin verhindert ist, kann dies aber tun, hieß es aus den Wahlämtern der einzelnen Gemeinden.

Bei der vergangenen Europawahl vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung in der Wesermarsch bei 42,3 Prozent. Wie hoch sie in diesem Jahr ausfallen wird? „Das kann man wirklich nicht vorhersagen“, so Peggy Ragab. Von den 70 534 Wahlberechtigten gaben seinerzeit 29 868 Bürger ihre Stimme ab. Davon waren 305 ungültig. 4400 Menschen wählten (14,7 Prozent) per Brief. „Grundsätzlich ist die Tendenz zur Briefwahl steigend“, sagt Claudia Trüper. In diesem Jahr könnte es möglicherweise noch mehr Briefwähler werden.

45 Wahlhelfer werden sich am entscheidenden Tag im Kreishaus um die Auszählung der Brief-Stimmen kümmern. Die Ergebnisse aus den einzelnen Kommunen laufen am Wahlsonntag auch im Kreishaus zusammen. Nicht nur die drei Damen hoffen, dass die Auszählung glatt läuft. „Das müsste eigentlich der Fall sein. Bei der Europawahl gibt es nur eine Stimme“, weiß Monika Wessels. Es habe aber auch schon Wahlen gegeben, bei denen die letzten Ergebnisse nach 22 Uhr eingetrudelt seien. Darunter waren vor fünf Jahren 305 ungültige Stimmen. Wahlschein und Stimmzettel müssten auf jeden Fall getrennt sein, so die Kreismitarbeiterinnen. Ansonsten ist die Stimme ungültig.

Wer klassisch am Sonntag in sein Wahllokal geht, für den ist die jeweilige Kommune zuständig.
 „Die Braker können in zwölf Wahllokalen ihre Stimme abgeben“, sagt Axel Grunewald von der Stadtverwaltung. Für Briefwähler wird ab Montag, 13. Mai, im Bürgerservice des Rathauses ein Wahlbüro eingerichtet. Durchgehend (ohne Mittagspause) kann man in dem Büro zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses seine Stimme vorab abgeben.
 In Elsfleth werden 14 Wahllokale öffnen. „Das sind zwei weniger als bei einer Bundes- oder Landtagswahl“, weiß Sabine Buttelmann von der Wahlorganisation der Stadt. Im Schulzentrum wird es dann nur ein statt drei Wahllokale geben. Ausreichend Wahlhelfer seien vorhanden. In Sachen Briefwahl seien die ersten Anfragen auch schon aus dem Ausland aufgelaufen, so Buttelmann.
 Wahlhelfer werden noch in der Gemeinde Övelgönne gesucht, berichtet Kay Blankenstein von der Verwaltung. Die Wahlbenachrichtigungen seien raus. Die acht Wahllokale seien dieselben wie sonst auch.
 In der Gemeinde Jade wird in Rönnelmoor im „Tante-Emma-Laden“ gewählt, nicht mehr im Schützenheim. „Der ist allerdings nicht barrierefrei“, so Uwe Mohrhusen, zuständiger Mann im Rathaus für die Europawahl. Der Wahlvorstand hilft gegebenenfalls. Ein paar Wahlhelfer fehlten der Gemeinde noch. Insgesamt gibt es sechs Wahllokale in Jade.
 Statt acht öffnen am Wahltag sieben Wahllokale in Lemwerder, weiß Andrea Helling. Die Wahlstelle in Lemwerder-West ist weggefallen. „Wir haben bereits sehr viele Nachfragen zur Briefwahl“, so die Rathausmitarbeiterin. Bis auf die Grundschule in Deichs­hausen sind alle Wahllokale barrierefrei.
 Wie in allen anderen Kommunen sind auch in Berne sechs Wahlhelfer inklusive Vorstand in den Wahllokalen tätig. Bei den acht Wahllokalen hat sich keine Veränderung ergeben. In Sachen Briefwahl sind im  Berner Rathaus bereits Anfragen eingegangen, auch aus dem Ausland. Wahllokale sind mit einer Ausnahme barrierefrei. Das Wahllokal in Köterende ist nicht barrierefrei zu erreichen. Wählern mit Mobilitätseinschränkungen wird vor Ort zum Erreichen des Wahlraums vom Wahlvorstand geholfen. Die Gemeinde Berne rechnet mit einer Wahlbeteiligung zwischen 45 und 50 Prozent.

Jens Schopp Redakteur / Regionalredaktion
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