Berne Die Wahl eines neuen Bürgermeisters in Berne wirft langsam ihre Schatten voraus. Der Amtsinhaber Franz Bittner hat Anfang Januar erklärt, nach seiner achtjährigen Amtszeit nicht erneut kandidieren zu wollen – obwohl er dies noch könnte, weil er noch nicht 67 Jahre alt ist.

Doch nun endet im September die vor acht Jahren, genau am 28. September 2009 begonnene Tätigkeit als hauptamtlicher Bürgermeister. Zuvor war Bittner bereits vom Landkreis abgeordnet worden, um die Geschäfte im Rathaus nach der Abwahl des damaligen Bürgermeisters Bernd Bremermann zu führen.

 CDU und SPD

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Die Parteien sind inzwischen auf Kandidatensuche. Die CDU und SPD haben sich darauf verständigt, gemeinsam nach einem Kandidaten oder einer Kandidatin zu suchen. Dazu ist eine Ausschreibung geplant. Aus den dann eingehenden Bewerbungen soll die Person unterstützt werden, die aus Sicht der beiden Parteien am besten für das Bürgermeisteramt in Berne geeignet ist. Das haben Karl-Heinz Thümler (CDU) und Lars Steenken (SPD) auf NWZ -Anfrage bestätigt.

 Grüne

Dagegen setzen die Berner Grünen auf einen eigenen Kandidaten. „Wir gehen auf die Suche nach geeigneten Personen“, sagt die Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Antje Neuhaus-Scholz. Wer für die Grünen antritt, muss natürlich deren politische Ziele vertreten, zugleich verwaltungs- und führungserfahren sein.

 Wahltermin

Die Bündnisgrünen wollen sich mit der Kandidatensuche aber Zeit lassen, kündigt Antje Neuhaus-Scholz an.

Ebenso wie CDU und SPD plädiert sie für den 24. September als Wahltag – zeitgleich mit der Bundestagswahl. „Das macht Sinn, weil die kleine Gemeinde Berne nicht innerhalb kürzester Zeit zwei Wahlen bewerkstelligen kann.“

 Rat entscheidet

Falls bei dieser Wahl noch kein Sieger feststeht und es zu einer Stichwahl – in der Regel 14 Tage nach dem Wahlsonntag – kommt, sei das nicht schlimm, meint Neuhaus-Scholz. Dann würde Franz Bittner sicher so lange die Amtsgeschäfte weiterführen, bis seine Nachfolge geklärt ist – oder ein anderer Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung.

Der Gemeinderat wird am 28. Februar den Wahltermin und einen möglichen Termin für eine Stichwahl festlegen.

 Bürgerforum

Definitiv einen eigenen Kandidaten aufstellen wird das Bürgerforum. „Wir sind bereits dabei, einen geeigneten Kandidaten oder eine Kandidatin zu finden“, sagt Bernd Bremermann, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion, auf NWZ -Anfrage. „Wir können uns sehr gut vorstellen, auch mal eine Frau für dieses Amt vorzuschlagen.“

Eine eigene erneute Kandidatur schließt Bremermann kategorisch aus.

Wer für das Bürgerforum als Bürgermeisterkandidat antritt, sollte Verwaltungs- und Führungserfahrung haben und sich „mit den Gegebenheiten vor Ort“ auskennen. Denn „die Anforderungen werden nicht einfacher“, sagt Bremermann.

 Gewählt bis 2026

Der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin wird sogar für gut neun Jahre gewählt. Die Amtszeit beginnt regulär am 28. September 2017 und endet am 31. Oktober 2026. Bisher betrug die Amtszeit eines hauptamtlichen Bürgermeisters acht Jahre, bis 2021 sollen aber in Niedersachsen die Bürgermeisterwahlen und die Wahlen zum Kommunalparlament wieder zusammen an einem Tag stattfinden. Das heißt, die Amtszeit eines Bürgermeisters beträgt danach nur noch fünf Jahre.

Weil die Wahlperiode des Berner Gemeinderates erst 2016 begonnen hat und 2021 endet, kommt es hier erst 2026 zur Zusammenlegung von Bürgermeister- und Gemeinderatswahl.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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