BRAKE Die Erleichterung darüber, dass alles gut ausgegangen ist, steht Maike Browatzki ins Gesicht geschrieben. Am Freitag hatten sie und ihr Anwalt Dominik Bleckmann den Bescheid von der Staatsanwaltschaft in Oldenburg erhalten, dass das Verfahren wegen des Verdachts des Subventionsbetruges eingestellt ist (NWZ  berichtete). Nun hofft die Leiterin der Hammelwarder Kinderkrippe „Zwergnase“, in den Gesprächen mit der Stadt zum eigentlich Thema zurückkommen zu können – nämlich auf den Antrag auf den Ausgleich eines Defizits, dass sich beim An- und Umbau der Räumlichkeiten der Krippe ergeben hatte.

Über Details in eben diesem Antrag war die Stadtverwaltung gestolpert und hatte die Unterlagen zur Überprüfung der Polizei übergeben. Diese leitete die Papiere an die Staatsanwaltschaft in Oldenburg weiter. Das Ermittlungsverfahren, das daraufhin folgte, ist nun eingestellt worden – aufgrund von „erwiesener Unschuld“ seiner Mandantin, wie Bleckmann sagt.

„Für uns war von Anfang an klar, dass an den Vorwürfen nichts dran ist“, betont Hermann Mohrschladt, Vorsitzender des Trägervereins der Krippe. „Die Stadt hätte nur den Antrag genau lesen müssen, dann hätte sie sich die ganze Sache sparen können“, so Mohrschladt. Ausdrücklich heiße es dort nämlich, dass es nicht nur um den Anbau der Krippe geht, sondern auch um die Umgestaltung der bestehenden Räume.

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Mohrschladt ist zudem der Meinung, dass die Stadtverwaltung das Gespräch mit dem Verein und der Krippenleiterin hätte suchen müssen, wenn es aus ihrer Sicht Unklarheiten in dem Antrag gab. Der Vorsitzende räumt ein, dass Posten einer Ikea-Rechnung in den Antrag geraten seien, die dort nicht hineingehörten. Das sei aber lediglich ein Versehen gewesen. Zudem habe es sich um Kleinbeträge gehandelt. Mohrschladt: „Die hätte ich sofort aus dem eigenen Portemonnaie zurückerstattet.“

Ihr sei „ein Stein vom Herzen gefallen“, als sie erfuhr, dass das Verfahren eingestellt wurde, sagt Maike Browatzki. „Wir waren alle erschüttert von den Vorwürfen.“ Sie persönlich habe die Sache stark belastet. „Obwohl ich ja wusste, dass alles gut ist.“

„Als Verein sind wir froh, dass das Verfahren eingestellt ist“, sagt Mohrschladt. „Jetzt muss die Stadt sich bewegen und uns einen Vertrag anbieten“, fordert er.

Auf einen solchen Vertrag, in dem klar geregelt ist, in welcher Weise die Stadt die Krippe als eine anerkannte Kita-Einrichtung unterstützt, wartet „Zwergnase“ nach Auskunft von Maike Browatzki seit Jahren. „Wir haben keine Planungssicherheit und hängen deshalb ständig in der Luft“, klagt sie.

Dominik Bleckmann berichtet, dass die Stadt bereit sei, Gespräche über einen solchen Vertrag zu führen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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