Umfrage

Soll die Stadt ihre Kindertagesstätten in den Ferien zeitweise schließen?

Nein, es ist den Kindern nicht zuzumuten, in dieser Zeit in „Notgruppen“ untergebracht zu werden.
50%
Ja, auch die Eltern müssen ihren Teil dazu beitragen, dass die Stadt die Sparauflagen des Landkreises erfüllt.
17%
Ja, aber nur, wenn vernünftige Lösungen gefunden werden und es nicht zu Lasten der Kinder geht.
33%

Brake Thorsten Riekes von der Stadtverwaltung blies der Wind von vorne ins Gesicht, als er Dienstagabend einen offiziellen Termin in der Kindertagesstätte „Tausendfüßler“ wahrnahm. Eltern diskutierten dort über die von der Stadt aufgebrachte Idee, die städtischen Kindertagesstätten künftig in den Ferien für vier Wochen zu schließen, um Geld zu sparen (die NWZ  berichtete). Die Debatte sei sachlich verlaufen, berichtet Elternratsvorsitzende Nicole Buntrock, die zu dem Abend eingeladen hatte. Die Kita-Eltern hätten aber keinen Zweifel daran gelassen, dass sie nichts halten von der Idee der Stadt.

85 000 Euro einsparen

In der kommenden Woche sollen zunächst der Finanzausschuss des Stadtrats und dann der Rat selbst über den Haushalt 2013 entscheiden. Dabei wird es auch um die drei Kitas in städtischer Trägerschaft gehen. Der Landkreis hat der Stadt Brake einen strikten Sparkurs verordnet. Und dabei sollen nun auch die Kitas nicht verschont bleiben. Indem die Einrichtungen in den Sommerferien für drei Wochen und in den Winterferien für eine Woche geschlossen bleiben, könnten nach der Rechnung der Stadt 85 000 Euro eingespart werden.

Umfrage geplant

Ob die Lösung praktikabel und sogar schon in diesem Jahr umsetzbar ist, hofft die Stadtverwaltung, wie berichtet, durch eine Umfrage unter den betroffenen Eltern herauszufinden. Für die Eltern der „Tausendfüßler“-Kinder ist die Frage im Prinzip schon beantwortet: Sie halten nichts von dem Vorhaben der Stadt.

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Nach Auskunft von Nicole Buntrock haben sich viele Eltern gerade aus dem Grund, dass sie die gesamten Ferien über geöffnet bleiben, für eine Kita in städtischer Trägerschaft entschieden. Vor allem den Krippenkindern sei es nicht zuzumuten, in den Ferien für drei Wochen in einer „Notgruppe“ in einer anderen Einrichtung untergebracht zu werden. Sie hätten dabei keine Chance, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, so das Argument der Eltern.

Wie Nicole Buntrock betont, sehen die Eltern ein, dass auch sie beim Sparen helfen müssen. Sie seien zu Kompromissen durchaus bereit – nicht jedoch zu einem Schnellschuss. Sie hoffen, dass die Stadt gemeinsam mit ihnen und den Erzieherinnen ein Konzept erarbeitetet, das dann frühestens 2014 zum Tragen kommen würde.

Auch der Stadt sei daran gelegen, alle Betroffenen frühzeitig zu informieren und zu beteiligen. Das betont die zuständige Dezernentin Angelika Fischer auf Nachfrage der NWZ . Die Belange der Eltern sowie der Beschäftigten in den Kitas seien zu berücksichtigen und mit den Interessen der Stadt in Einklang zu bringen. Die Umfrage unter den Eltern soll dazu beitragen, für die politische Entscheidung eine fundierte Grundlage zu schaffen, so Angelika Fischer. Das Ergebnis der städtischen Umfrage liegt noch nicht vor; sie läuft erst Freitag aus.


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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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