Brake Die Stadt Brake muss einen strikten Sparkurs fahren. Das hat, wie berichtet, der Landkreis Wesermarsch in seiner Funktion als Kommunalaufsicht verfügt. Dass vor diesem Hintergrund nichts heilig sein dürfe beim Durchforsten der städtischen Finanzen nach weiterem Einsparpotenzial, darauf hat die Verwaltung den Stadtrat längst eingeschworen. Nun stehen tatsächlich unpopuläre Entscheidungen an – es soll Einschränkungen bei den Kitas geben.

Die Stadtverwaltung hat die Idee, die Kitas in städtischer Trägerschaft künftig in den Ferien für insgesamt vier Wochen zu schließen – drei Wochen in den Sommerferien und eine in den Weihnachtsferien. Damit, so Kämmerer Torsten Tschigor, ließen sich unter dem Strich 85 000 Euro einsparen. Für die Kinder, die ihren gewohnten Kindergarten in Folge der neuen Regelung in den Ferien nicht besuchen könnten, in dieser Zeit aber gleichwohl auf Betreuung angewiesen sind, könnten „Notgruppen“ in den jeweils noch geöffneten Kitas eingerichtet werden.

Betroffen wären von solch einer Regelung die Kitas Braker Butjer in der Bahnhofstraße, Klettermax in der Gustav-Heinemann-Straße und Tausendfüßler in der Ostpreußenstraße. Nachdem die Verwaltung in der vergangenen Woche in nicht-öffentlicher Sitzung den Stadtrat über ihre Ideen informiert hat, möchte sie sich nun ein Meinungsbild von den Eltern einholen.

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Die zuständige Dezernentin Angelika Fischer hat alle Eltern der drei Kitas angeschrieben und sie gebeten, an einer Umfrage teilzunehmen. Die Eltern sollen angeben, ob sie für die gesamte Dauer der Sommerferien eine Betreuung für ihr Kind oder ihre Kinder benötigen. Der Elternwille soll „in die weitere Planung einfließen“, so Angelika Fischer, die in dem Brief auch darauf hinweist, dass andere Kitas in Brake es längst so handhaben, dass sie in den Ferien zeitweise schließen.

Die Briefe an die Eltern hat die Stadt vergangenen Donnerstag verschickt. Bis diesen Donnerstag haben die Adressaten nun Zeit, um zu antworten. Der enge Zeitplan ist erforderlich, weil der Rat bereits eine Woche später, am Donnerstag, 7. März, den Haushaltsbeschluss fassen soll.

Nicole Buntrock aus Kirchhammelwarden ist Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion. Sie ist aber auch betroffene Mutter. Ihre Tochter Pia (3) besucht die Kita Tausendfüßler, und Nicole Buntrock ist die Vorsitzende des dortigen Elternbeirats. Sie hat für diesen Dienstag einen Elternabend angesetzt, um alle Eltern mit den nötigen Informationen zu versorgen. Dass die Pläne der Stadt auf allzu große Begeisterung stoßen, kann sich Nicole Buntrock nicht vorstellen. Ihre eigene Meinung: „Das geht gar nicht.“

Abzuwarten bleibt derweil, ob der Rat unter dem Spardruck auch bei den Kita-Gebühren noch nachlegt. Bereits seit Sommer 2012 hatte sich die Reduzierung erledigt; die Gebühren betragen seitdem wieder 100 Prozent. Mit einer Erhöhung könnte mehr Geld in die Stadtkasse fließen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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