Stadland Am Baumschutz in der Gemeinde Stadland wird sich nichts ändern. Denn der Rat hat zwei Anträge der Grünen zu diesem Thema mit Mehrheit abgelehnt.

Gefällte Bäume ersetzen

Im ersten Antrag forderte die Grünen-Fraktion, dass die Gemeinde auf ihren Grundstücken jeden gefällten Baum durch einen neuen Baum einer heimischen Sorte ersetzt. Das werde den Klimaschutz fördern, aber auch für Insekten und Vögel positive Wirkungen haben, sagte Fraktionschefin Elke Kuik-Janssen.

Dazu entgegnete Horst Mauritschat (SPD), es sei eine Selbstverständlichkeit, dass ein gefällter Baum durch einen neuen ersetzt werde. „Das ist aber eine Aufgabe des Bauhofes, da sollte sich die Politik raushalten.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Dem widersprach CDU-Fraktionschef Günter Busch: „Das wird nicht gemacht. Für den öffentlichen Bereich ist dieser Antrag schon richtig.“ Dazu sagte SPD-Fraktionschef Siegmar Wollgam: „Die Nichtreglementierung ist hier der eigentliche Gewinn.“ Der Antrag gehe „schon ins Mikromanagement“.

Sein Fraktionskollege Walter Damken ergänzte, dass viele Bäume an Gewässern stünden und deren Reinigung verhinderten. Es müsse erlaubt sein, sie zu fällen. Am Ende stimmten CDU, Grüne und die SPD-Ratsfrau Erika Weubel für diesen Antrag.

Gegen die Stimmen von CDU und Grünen bei der Enthaltung von Erika Weubel lehnte der Rat auch den zweiten Baumschutz-Antrag ab. Darin forderten die Grünen, dass die Bebauungspläne auf abgeholzte Bäume überprüft werden. Sie müssten ersetzt und, falls der Nachweis gelinge, vom Verursacher bezahlt werden. Elke Kuik-Janssen nannte dazu konkrete Beispiele. So sehe der landschaftspflegerische Begleitplan für das Baugebiet Lübbenland eine 1200 Quadratmeter große Streuobstwiese mit 20 Obstbäumen vor; tatsächlich stünden dort aber nur 4. Und im Baugebiet Abserdeich habe der Bauhof gegen den Widerstand der Anlieger abgeholzt.

Wie ein Gesetz

Dazu sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Siegmar Wollgam, der Antrag sei richtig, aber nicht sachdienlich: „Hier geht es um rechtliche Verstöße. Gegen die ist auch mit weiteren Beschlüssen nichts zu erreichen.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Busch sagte: „Ein Bebauungsplan ist ein Gesetz. Er muss eingehalten werden.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.