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BLEXEN Wenn die Blexer Sozialdemokraten am kommenden Freitag das 60-jährige Bestehen ihres Ortsvereins feiern, dürfte auch ein wenig Wehmut aufkommen. Denn das Jubiläumsfest ist die letzte größere Veranstaltung der Blexer SPD, die zum Ende des Jahres ihre Eigenständigkeit aufgibt und sich dem neuen SPD-Ortsverein Nordenham anschließt.

„Von der Mitgliederzahl her sind wir eigentlich groß genug, um alleine bestehen zu können“, sagt der Blexer Ortsvereinsvorsitzende Rainer Ziegler, „aber aus Solidarität haben wir uns für den Zusammenschluss ausgesprochen.“ Dem Ortsverein gehören zurzeit 56 Mitglieder an. Im Vergleich zu den 70er-Jahren, als der Mitgliederstand noch doppelt so hoch war, ist das zwar ein deutlicher Rückschritt. Aber gegenüber anderen SPD-Ortsvereinen im Stadtgebiet stehen die Blexer gut da.

Gründungstag war der 25. Mai 1948. Bis dahin hatten die Blexer Genossen dem Ortsverein Einswarden angehört. Die 25 Mitglieder der ersten Stunde waren der Meinung, dass sich die Blexer Interessen besser in einer eigenen Parteiorganisation vertreten lassen. Zum ersten Vorsitzenden wählten sie Heinrich Müller, zu seinem Stellvertreter wurde Wilhelm Thäte bestimmt. Im Folgejahr tauschten die beiden ihre Ämter. Weitere 1. Vorsitzende in der Ortsvereinsgeschichte waren Günther Bitter, K. Hermann Thäte, Bruno Scheffler, Karl-Heinz Sonder, Peter Lehmann, Günter Ede, Roland Braun, Inge Bogatzki und Johann Ostendorf, der von 1993 bis 2005 das Amt ausübte. Für sein langjähriges Engagement wurde Jonny Ostendorf ebenso wie Heinrich Müller zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

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Der jetzige Vorstand setzt sich zusammen aus Rainer Ziegler (1. Vorsitzender), Herbert Dannemeyer und Jürgen Hülsebusch (beide stellvertretende Vorsitzende), Maik Buhr (Schriftführer) und Peter Voss, der bereits seit 1989 die Aufgaben des Kassenwarts wahrnimmt. Hinzu kommen die Beisitzer Günter Ede, Gerold Jürgens, Manfred Lehmann, Siegfried Rüdiger, Frauke Sommer und Bruno Wandrey.

In der Nachkriegszeit war die schlechte Versorgung der Bevölkerung mit Kohlen das Hauptthema der Blexer Genossen. Zudem bereitete die Wohnungsnot, ausgelöst durch die Flüchtlingsströme, große Probleme. In den 50er-Jahren und auch später setzte sich der Ortsverein stark für den Straßenbau im Stadtnorden ein. Zudem sind die Schulversorgung, der Sportstättenbau, Arbeitsplätze und der örtliche Einzelhandel Themen, die immer wieder bei den Blexer Sozialdemokraten auf der Tagesordnung gestanden haben.

Bei den Wahlen erreichte der Ortsverein schon bald große Erfolge und machte das Dorf im Stadtnorden zu einer SPD-Hochburg. 1956 erhöhten die Sozialdemokraten ihren Stimmenanteil von 30 auf 65 Prozent. 1997 schafften erstmals vier Blexer den Einzug in den Stadtrat.

Zu den herausragenden Persönlichkeiten der Blexer SPD gehören auch die 1970 verstorbene Agnes Malcharek, die zu ihrer Zeit die einzige Frau im Nordenhamer Stadtrat war, und Günter Ede, der von 1980 bis 1990 der Bürgermeister der Stadt Nordenham war.

Klaus Wedemeier hält die Festrede

Sein 60-jähriges Bestehen feiert der SPD-Ortsverein Blexen am Freitag, 12. September, bei einer Veranstaltung mit geladenen Gästen. Beginn ist um 18 Uhr in der Gaststätte Zur Alten Eiche. Als Festredner tritt der ehemalige Bremer Regierungschef Klaus Wedemeier auf. Vor zehn Jahren hatte dessen Vorgänger Hans Koschnick die Ansprache beim 50. Geburtstag der Blexer SPD gehalten.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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