BURHAVE Der Schützenbund Wesermarsch und seine 19 Mitgliedsvereine stecken zwar nicht in einer Krise. Doch die rückläufigen Mitgliederzahlen in den Schützenvereinen im Landkreis seien ein alarmierendes Problem und müssten dringend gestoppt werden, forderte der Schützenbund-Präsident Reinhard Krause bei der Jahreshauptversammlung des Schützenbundes im Burhaver Rathaussaal.

Viele Mitglieder verloren

Der Schützenbund hatte die Delegierten der Schützenvereine in den Burhaver Rathaussaal eingeladen, um so den Auftakt für die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Burhaver Schützenvereins einzuläuten (die NWZ berichtete). Ein Alarmsignal ist für den Vorstand des Schützenbundes, dass 13 der 19 Vereine im Jahr 2011 über 80 Mitglieder verloren haben. Insgesamt zählt die Dachorganisation der Wesermarsch-Schützen 2342 Mitglieder. Lediglich fünf Schützenvereine konnten einen Zuwachs vermelden.

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Um dem Trend entgegenzuwirken, hatte der Schützenbund seine Jugendarbeit als Thema aufgegriffen und verbessert. „So ist die Zahl bei den Schülern und Jugendlichen schon besser geworden“, sagte Reinhard Krause. Doch in der Altersgruppe 25 bis 45 sei in der Vergangenheit viel weggebrochen, so dass es in diesem Alter schon fast keine Schützen mehr gebe. Künftig müsse es deshalb gelingen, diese Altersgruppe für den Schießsport zu gewinnen. Dann lasse sich auch das Vereinsleben wieder ankurbeln und die ehrenamtliche Aktivität in den Vereinen, zum Beispiel in den Vorstandsposten, besser besetzen, meinte der Schützenbund-Präsident.

Einstimmig wurde Reinhard Krause von den 137 Delegierten als Präsident bestätigt. Allerdings kündigte er an, dass er in drei Jahren nicht wieder kandidieren werde. „Dann habe ich 15 Jahre rum. Und dann muss auch einmal Schluss sein“, kündigte der Präsident an.

Zum neuen Kreissportleiter wählte die Versammlung Volker Kächele. Er tritt die Nachfolge von Benjamin Büsing an, der nicht wieder kandidierte. In ihren Ämtern bestätigt wurden Jugendsportleiter Henning Belitz und Kassenführer Helmut Frerichs. Offiziell zur neuen Damensportleiterin wählten die Delegierten Heike Raddatz.

Drei Stunden vor Beginn der Jahreshauptversammlung trafen sich 45 Schützen bereits auf dem Schießstand des Burhaver Schützenvereins, um dort das neue Bundeskönigshaus auszuschießen. Neue Bundesschützenkönigin wurde Edeltraud Moltz vom Schützenverein Ovelgönne. Als Bundesschützenkönig konnte sich Karsten Jüchter vom Schützenverein Elsfleth durchsetzen. Dem Königshaus gehören auch die 1. Hofdame Rita Franke vom Schützenverein Weserdeich, die 2. Hofdame Renate Drosdek (Weserdeich), der 1. Ritter Ralf Otter (Golzwarden) und der 2. Ritter Gerd Lange (Nordenham) an.

Auch das neue Kaiserpaar wurde am Sonnabend in Burhave im Wettbewerb festgelegt. Diese Würde sicherten sich Kaiserin Marion Röben (Brake) und Kaiser Gerold Diers (Moorriem).

Absage an Waffensteuer

Eine deutliche Absage zur momentan diskutierten Waffensteuer erteilten bei der Versammlung Josef Rolfes, Präsident des Oldenburgischen Schützenbundes, und der Bundestagsabgeordnete Holger Ortel. Ortel bezeichnete die Pläne einer Waffensteuer als unsinnig. Schließlich seien die Schützenvereine die Kinderstube für Olympioniken und Wintersportler. „Und soll bei dem Einfallsreichtum einiger Politiker irgendwann auch noch eine Steuer auf Fußballspiele folgen?“, fragte der SPD-Politiker.

Skeptisch stand Josef Rolfes der Absage von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann gegenüber (die NWZ berichtete). Heute würden alle Parteien in Niedersachsen eine Waffensteuer ablehnen. Wie sich das aber nach der Landtagswahl 2013 entwickeln würde, könne heute noch niemand sagen.

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