Rodenkirchen Horst Wieting ist neuer 2. stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Stadland. Der Rat wählt den 76-jährigen Christdemokraten aus Rodenkirchen am Donnerstagabend im zweiten Wahlgang in das Amt.

Die Wahl war ein quälender Prozess. Sie war erforderlich geworden, weil die CDU ihr parteiloses Fraktionsmitglied Walter Damken aus dem Verwaltungsausschuss, dem höchsten Entscheidungsgremium nach dem Rat, zurückgezogen hatte. Damit konnte er nicht mehr stellvertretender Bürgermeister sein. Damken war daraufhin in die SPD-Fraktion gewechselt, will aber parteilos bleiben.

Die CDU präsentierte Horst Wieting als Nachfolger, doch die SPD/WPS/FDP-Mehrheit konnte sich in der Ratssitzung am 2. Mai nicht entschließen, ihn zu wählen, weil sie noch Beratungsbedarf habe. Daraufhin verließ die CDU-Fraktion die Sitzung.

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Am Donnerstagabend zeigte sich, dass die Beratungen der Mehrheitsgruppe nicht zu einem eindeutigen Ergebnis geführt hatten. Gruppensprecher Siegmar Wollgam bezeichnete die interne Diskussion als „intensiv und kontrovers“.

Der Rat stimmte geheim ab. Im ersten Wahlgang bekam Horst Wieting sieben Ja-Stimmen – vermutlich die fünf anwesenden Christdemokraten und die beiden Grünen –, neun Nein-Stimmen und drei Enthaltungen. Im zweiten Wahlgang, in dem die einfache Mehrheit reichte, gab es acht Ja-Stimmen für Wieting, sechs Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen.

Zwischen beiden Wahlgängen hatte es eine erbitterte Debatte gegeben. „Ihr Verhalten ist beschämend“, sagte CDU-Fraktionschef Günter Busch der Mehrheitsgruppe. „Wir haben geschlossen für Ihren 1. und 3. Bürgermeister gestimmt.“ Das Abstimmungsverhalten zeige den Charakter von Siegmar Wollgam. Dazu sagte Wollgam, weder Busch noch Wieting hätten nach der Sitzung vom 2. Mai das Gespräch mit ihm gesucht. Dabei sitze Wieting im Kreistag neben ihm. Horst Mauritschat (SPD) erinnerte daran, dass die frühere schwarz-grüne Mehrheit keinen SPD/WPS-Vizebürgermeister gewollt habe.

Annette Klitscher (SPD) aus Morgenland sagte, jetzt gebe es drei Vizebürgermeister aus Rodenkirchen, aber keinen aus den anderen Orten. Andrea Arens (Grüne) betonte, die Lage sei sowohl für Wollgam als auch für Busch beschämend: „Ihr hättet miteinander reden sollen. So etwas darf nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen werden.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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