Rodenkirchen Rund 350 Mitglieder aus den 15 Ortsverbänden des Sozialverbandes Deutschland feierten gemeinsam mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Verwaltung, Hilfs- und Rettungsorganisationen in der Markthalle Rodenkirchen das 100-jährige Bestehen des SoVD-Kreisverbandes Wesermarsch.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes, Jürgen Bley, begrüßte die beiden ältesten Mitglieder, Herta Grabhorn (102 Jahre) und Karl-Heinz Jezek (96 Jahre), die beide seit 70 Jahren dem SoVD angehören sowie den Bundes- und Landesvorsitzenden Adolf Bauer, der die Festrede hielt.

Moderner Verband

„Wir sind nur so stark wie die Bereitschaft unserer Mitglieder, ehrenamtlich tätig zu sein“, begann er seine Rede, „mit 280 000 Mitgliedern im Landesverband und 4200 Mitgliedern im Kreisverband sind wir eine starke Truppe.“ Der SoVD habe seit seiner Gründung im Jahr 1917 stets versucht, die Lebenssituation seiner Mitglieder zu verbessern. Dabei steht der SoVD schon seit jeher auf drei Säulen: Frieden zu schaffen, demokratische Freiheit und soziale Gerechtigkeit. „In all den Jahren, auch nach der Selbstauflösung 1933 hat sich der Verband niemals verbiegen lassen und kämpft seit seiner Reaktivierung 1947 verstärkt weiter.“

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Inzwischen habe sich der SoVD zu einem modernen Verband entwickelt, der immer noch alle Altersgruppen vertritt und versucht, ihre Probleme zu lösen. Diese sind unter anderem Rente, betriebliche Altersversorgung, Mindestlohn, Hartz IV, Grundsicherung, Pflege (-versicherung), Bildung, Inklusion und Barrierefreiheit.

Adolf Bauer versprach, dass der SoVD auch weiterhin Kritik an Missständen üben werde, denn wer nur von Positivem spricht, wird nichts erreichen. „Daher werden wir vor allem für eine den Lebensstandard sichernde Rente kämpfen. Wir brauchen einfach mehr Geld von Bund und Ländern für die Städte und Gemeinden, damit vor Ort die Daseinsvorsorge gesichert werden kann.“

Dank an Alida Aldag

Bürgermeister Klaus Rübesamen freute sich, dass die drei Landtagspolitiker mit ihrer Anwesenheit ihre Wertschätzung für die ehrenamtliche Tätigkeit des SoVD ausdrückten. Er lobte auch Alida Aldag, die Vorsitzende des SoVD Schwei, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert. „Für alles, was sie mit ihrem Team auf die Beine stellt, gebührt großer Dank.“

„Der SoVD ist eine echte deutsche Erfolgsgeschichte“, meinte Landrat Thomas Brückmann, „der SoVD kümmert sich seit seiner Gründung um Benachteiligte, Rentner und viele mehr.“ Er wies darauf hin, dass die Notwendigkeit des SoVD heute, insbesondere durch die gesellschaftliche Veränderung, mehr denn je gegeben sei.

Landtagsabgeordnete Karin Logemann (SPD) betonte, dass das Soziale und das Miteinander bezeichnend für den SoVD seien. „Der SoVD macht aus den Schwächsten Starke.“ Landtagsabgeordneter Björn Thümler (CDU) ging auf die Gründung des früheren Reichsbundes ein und sprach die Themen Pflege und Inklusion an. „Wir müssen etwas für die tun, die keine Stimme haben“, forderte er. „Wir wollen alle daran arbeiten, dass alle ihr Recht bekommen“, unterstrich Landtagsabgeordneter Horst Kortlang (FDP).

Abschließend hielt Olaf Loose, Geschäftsführer der Sozialstation Ammerland-Wesermarsch einen Vortrag über Vorteile und Nachteile der aktuellen Neuerungen in der Pflegeversicherung. Das Thema rücke zunehmend in Politik und Gesellschaft in den Mittelpunkt. Einerseits sei die Tragfähigkeit der familiären Netzwerke nicht mehr wie in den vergangenen Jahrzehnten und andererseits gebe es nicht ausreichend Menschen, die den Beruf ergreifen möchten.

Dies liege neben der mangelnden Attraktivität und der unzureichenden Vergütung auch an der immer noch nicht ausreichenden gesellschaftlichen Anerkennung dieser Berufsbilder.

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