Rodenkirchen /Schwei Grund zum Feiern hat der Sozialverband Deutschland SoVD in diesen Tagen gleich mehrfach. „Die große Dachorganisation wird 100 Jahre alt. Der Ortsverband Schwei wird 70 Jahre alt“, erzählt Alida Aldag, Vorsitzende des Ortsverbands. Das Amt hat sie 2014 übernommen. Und die Arbeit macht ihr einfach Spaß, sagt sie. Der Vorstand ist ein eingespieltes Team. „Wir arbeiten alle gemeinsam. Die Aufgaben werden verteilt. Es klappt super gut“, freut sie sich. „Und wenn der Vorstand funktioniert, profitieren davon natürlich auch die Mitglieder“, sagt sie.

270 Mitglieder in Schwei

Dass das nicht selbstverständlich ist, beweist die Tatsache, dass der Ortsverband Schwei inzwischen die beiden Ortsverbände Jaderberg und Schweiburg „übernommen“ hat. „Die haben keine Vorstände mehr gefunden“, berichtet Alida Aldag. Rund 270 Mitglieder hat der Ortsverband Schwei. Tendenz steigend, sagt die Vorsitzende stolz. „Wir machen sehr viele Veranstaltungen, und zwar nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch Ausflüge und Informationsabende, zum Beispiel zum ,Enkeltrick’“, erzählt Alida Aldag.

Gegründet wurde der SoVD 1917 unter dem Namen „Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten“ in Berlin. Ziel war es, eine umfassende Versorgung für die Geschädigten des Ersten Weltkrieges zu erreichen. Nach Hitlers Machtergreifung sah sich der Bund jedoch immer stärkeren Repressalien ausgesetzt. Dem konnte sich der Bund nur durch Selbstauflösung widersetzen. 1946 gründeten jedoch 1000 Teilnehmer in Hamburg den Reichsbund der Körperbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen.

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In Schwei gründete sich der Reichsbund im Mai 1947 in Soltes Gasthaus. In den Anfängen kümmerte sich der Bund auch hier um Kriegsversehrte, ihre Frauen und Witwen. Inzwischen hat es sich der Sozialverband zur Aufgabe gemacht, sich für die Schwächeren in der Gesellschaft einzusetzen. 1999 hatte sich der Reichsbund in Sozialverband Deutschland (SoVD) umbenannt. „Der SoVD unterstützt jedes Mitglied, ob bei der Rente oder gesundheitlichen Problemen. Es gibt so viele Dinge bei denen man sich gar nicht mehr auskennt. Oder kennen Sie die Pflegestufen?“, sagt Alida Aldag. Sie und ihre Vorstandskollegen organisieren deshalb in jedem Jahr ein breitgefächertes Programm. Es reicht von Kennenlerntagen und Ausflügen über Vorträge, dem inzwischen zur Tradition gewordenen Spargelessen und Grillfesten bis hin zur Weihnachtsfeier.

Feier in der Markthalle

Als nächste Veranstaltung soll aber nun an diesem Samstag, 7. Oktober, der 100. Geburtstag des SoVD und der 70. Geburtstag des Ortsverbands Schwei gefeiert werden. Von 14 bis 18 Uhr gibt es ein buntes Programm in der Markthalle Rodenkirchen.

Der erste Kreisvorsitzende Jürgen Bley und Bürgermeister Klaus Rübesamen werden die Gäste begrüßen. Grußworte sind von der Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag (SPD) und den Landtagsabgeordneten Björn Thümler (CDU) und Horst Kortlang (FDP) geplant.

Auch der Bundes- und Landesvorsitzende des SoVD, Adolf Bauer, wird in der Markthalle zu den Gästen sprechen. Für die musikalische Begleitung sorgt das Blasorchester Rodenkirchen. Im Anschluss wird Olaf Loose, Geschäftsführer der Sozialstation Ammerland-Wesermarsch einen Vortrag zu den aktuellen Neuerungen in der Pflegeversicherung halten.

Die Geschichte des SoVD und des Ortsverbands Schwei ist in der Festschrift zum 70-jährigen Bestehen des Ortsverbands nachzulesen. Seit fast einem Jahr arbeiten Alida Aldag und ihre Mitstreiter außerdem daran, die jüngere Geschichte des Ortsverbandes in einem Bildband festzuhalten. „Ein Bildband von den Anfängen existierte bereits. Den haben wir jetzt vervollständigt mit Bildern von unseren Ausflügen und Veranstaltungen bis heute“, berichtet Alida Aldag. Beide Bände wird sie zur Feier am Samstag mitbringen, damit sich die Gäste die gesammelten Bilder, Artikel und Erinnerungen an Ausflugsziele anschauen können.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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