Rodenkirchen Der Elternrat des Rodenkircher Kindergartens Regenbogen/Wiesenkieker fordert eine „nachhaltige und optimale Lösung“ für die Kinder und die Angestellten. Das schreiben die Eltern in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Entscheidend sei für die Eltern nicht, ob es einen Neubau oder eine Sanierung der schimmelbelasteten Tagesstätte gebe. „Uns geht es um die Unterbringungssituation unserer Kinder und der Erzieherinnen, wenn der bisherige Genehmigungszeitraum des Container-Kindergartens Wiesenkieker bis zum letzten Quartal 2020 ausgelaufen ist“, heißt es in dem Schreiben. „Es muss sichergestellt sein, dass die Unterbringung – ohne erheblichen Mehraufwand für die Eltern – sichergestellt ist. Der Wiesenkieker ist nicht optimal, gerade im Sommer und Winter, das wissen wir. Aber es ist gut, dass er da ist.“

Geld steht zur Verfügung

Das Geld für diese optimale Lösung stehe zur Verfügung, sobald die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung den Haushalt der Gemeinde gebilligt habe. „Dies begrüßen wir sehr“, schreiben die Eltern.

„Wir haben Vertrauen in die Verwaltung, und wir haben Vertrauen in die Politik“, heißt es in der Stellungnahme weiter. „Der Grad ist aber schmal geworden. Die Nachhaltigkeit bestehender Beschlüsse, und die Beschlüsse über notwendige zukünftige Mittel knabbern an diesem Vertrauen.“

Deshalb appellieren die Eltern an die Politik: „Verlasst den Fraktionszwang, arbeitet zusammen und nehmt die Sorgen und Nöte der Bürger ernst, sobald es um übergeordnete Entscheidungen zum Wohle aller in der Gemeinde geht.“

Wenn der Rat dies in der Zukunft nicht ernsthaft versuche, werde es immer auf dem Rücken der Bürger ausgetragen: „Hier und jetzt auf dem Rücken unserer Kinder.“

Denn bei der Ratssitzung Anfang Mai sei dem Elternrat klar gewesen, „dass wir nicht gerade offene Türen einrennen, was dieses emotionale Thema betrifft.“ Es sei den Eltern aber wichtig, dass „wir uns für unsere Kinder, aber natürlich auch für die zukünftigen Kinder und die Angestellten in den Einrichtungen einsetzen und ihnen eine Stimme geben.“

Unangenehme Fragen

Weiter heißt es: „Wir wollen niemanden diskreditieren, aber wir wollen durchaus auch unangenehme Fragen stellen und vor allem Antworten für uns, unsere Kinder und alle Stadlander Bürger, die ein berechtigtes Interesse an der Betreuung unserer Kinder, unserer Zukunft haben.“

Und: „Das zum Teil gerade von den gewählten Vertretern vermittelte Gefühl, dass Sorgen und Nöte der Bürger als lästig empfunden werden, bringt uns alle nicht weiter. Die Interessenvertretung der Bürger sollte ein offenes Ohr haben, vor allem wenn sich Entscheidungen offensichtlich über viele Monate hinauszögern. Sollte sich der eine oder andere persönlich verletzt fühlen, ist dies nicht unser Ziel, aber ein solches Gefühl zeigt gegebenenfalls das vorhandene schlechte Gewissen des Einzelnen, dass vielleicht einiges nicht richtig gelaufen ist. Somit haben wir durch dieses Gefühl eine ,Reibung‘ in der Diskussion erzeugt. Das ist gut! Denn erwiesenermaßen erzeugt Reibung auch Wärme, und diese entfacht vielleicht wieder das notwendige und lang ersehnte Feuer, um endlich eine Entscheidung zu forcieren.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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