Betrifft: „Klinik-Konkurrenz schadet Patienten“, Bericht in der NWZ-Ausgabe vom 9. Februar.

Eine Klinik-Fusion – das ist die Lösung. Das sagt der Verband der Krankenkassen. Die Kassen kritisieren aber weiter auch die Schließung der Geburtshilfe scharf.

Genau sie und die Privatisierung der ärztlichen Grundversorgung in den Krankenhäusern sind doch der Grund für die Miesere. Es geht nur ums Geld und nicht um unser Wohl.

Das St.-Bernhard-Hospital in Brake hat schon lange keine und Helios in Esenshamm schafft die Geburtenstation aufgrund der Unwirtschaftlichkeit gerade ab. Und warum soll eine Fusion daran etwas ändern? Für die Menschen ändert sich gar nichts. Sie werden weit weg in Nachbarkreisen, mit allen dabei erdenklichen Unwegsamkeiten, ihre Kinder zur Welt bringen müssen.

Die Krankenkassen freuen sich auch schon, denn durch Synergie mit nur noch einem Kunden lassen sich immense Kosten sparen – und wie schon gesagt: die Kliniken sowieso.

Unser in der Bundesrepublik geschlossener Solidarpakt sichert uns Bürgern unter Obhut der Kreisverwaltungen eine ärztliche Grundversorgung in Form von Kreiskrankenhäusern zu. Eine Geburtenhilfe zur Sicherung unserer Gesellschaft zählt grundsätzlich dazu.

Bei der Vertragsverhandlung zur Privatisierung unserer Kreiskrankenhäuser hat das doch bestimmt in den jeweiligen Ausschreibungs- und Leistungsverzeichnissen gestanden. Oder hat das jemand verschlammt? Wurde bewusst auf diesen Passus verzichtet? Galt das vielleicht als ungeschriebenes Gesetz, das der Auftraggeber zu diktieren nur vergaß. Ein Skandal. Wer hat da nicht aufgepasst.

Wir Bürger sind doch die zahlenden Auftraggeber der Krankenhäuser, Krankenkassen und der Kreisverwaltungen. Hier läuft was falsch.

Es muss sich, wenn unsere Kreisverwaltung das nicht nachbessert, für uns das niedersächsische- oder vielleicht sogar das Bundesgesundheitsministerium dieses Falles annehmen.

Ich hoffe, dies liest auch einer unsere Landes- und Bundespolitiker und rührt sich, denn Klärung tut Not.

Rolf Schmidt
Kleinensiel

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