Nordenham Mit den lustigen Seiten des nicht immer lustigen Miteinanders zwischen Deutschen und Türken kennt sich Osman Engin bestens aus. Zum einen ist er ein gebürtiger Türke, der schon seit 46 Jahren in Deutschland lebt. Zum anderen ist er ein begnadeter Humorist, der mit geübtem Blick die Absurditäten des Alltags aufspürt. Der Satire-Spezialist aus Bremen gibt am Mittwoch, 13. März, in Nordenham eine Kostprobe seines Könnens.

Auf Einladung des Vereins Freundschaft und Solidarität hält Osman Engin eine Lesung in der Mensa der Oberschule I an der Pestalozzistraße 9. Die Veranstaltung bei freiem Eintritt beginnt um 19 Uhr. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Um die Bewirtung der Gäste mit Getränken und einem Imbiss kümmert sich ein Schülerteam.

Bayram Dogan, 2. Vorsitzender des Vereins Freundschaft und Solidarität, freut sich auf den Abend mit Osman Engin. Er und seine Kollegen im Vorstand haben die Veranstaltung als einen Beitrag für die Aktionswochen gegen Rassismus organisiert, die in diesem März in Nordenham stattfinden. „Das wird ein sehr witziger Abend mit interessanten Themen“, verspricht Bayram Dogan.

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Die satirische Lesung steht unter der Überschrift „Alles getürkt“. Osman Engin philosophiert über den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union, über Vorurteile gegenüber Frauen, Türken und Deutschen – aber auch über den ganz normalen Wahnsinn im Leben einer fünfköpfigen deutsch-türkischen Familie in Bremen.

Auch die bisweilen absurden Situationen im Umgang mit (vermeintlichen) Ausländern zieht der 58-Jährige gnadenlos durch den Satire-Fleischwolf. Zum Beispiel in der Geschichte „Ich bin Papst“. Darin geht es um einen Sprachtest zur Einbürgerung, bei dem der Türke Osman die Schlagzeile „Wir sind Papst“ vorlesen muss.

Von Osman Engin sind mehrere satirische Romane und Kurzgeschichtensammlungen erschienen. Im Funkhaus Europa präsentiert er die wöchentliche Rubrik „Alltag im Osmanischen Reich”. Sein erstes Buch „Kanaken-Gandhi“ wurde verfilmt.

Internationale Wochen gegen Rassismus

Das Bündnis „Nordenham bleibt bunt“ und seine Partnerorganisationen richten in diesem März mehrere Veranstaltungen anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus aus.

Dienstag, 12. März, ab 19 Uhr im Güterschuppen des Theaters Fatale: „Jung, hip und extrem rechts – Was ist neu an den Identitären?“, Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Mittwoch, 13. März, ab 19 Uhr in der Oberschule I: „Alles getürkt“, satirische Lesung mit Osman Engin, Veranstaltung des Vereins Freundschaft und Solidarität

Montag, 18. März, ab 18.30 Uhr in der Buchhandlung von Bestenbostel: Schlaue Stunde zum Thema Fluchterfahrung, Veranstaltung der Buchhandlung von Bestenbostel

Dienstag, 19. März, ab 19.30 Uhr in der Stadtbücherei: „Hass ist keine Meinung – Hatespeech im Internet“, Veranstaltung der Stadtbücherei Nordenham 

Donnerstag, 21. März, ab 19 Uhr im Mehrzweckhaus Einswarden: Kurzfilme zum Thema antimuslimischer Rassismus, Veranstaltung der Partei Die Linke Freitag, 22. März, ab 19 Uhr in der Jahnhalle: „Nordenham rockt bunt“ mit Hard Birth, Die Meldung und Nudelbox 3,50, Veranstalter ist das Bündnis „Nordenham bleibt bunt“

Sonnabend, 23. März, 14 Uhr ab Marktplatz: „Nordenham bleibt bunt und sauber“, Veranstalter ist das Bündnis „Nordenham bleibt bunt“

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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