Berne Sarah Bruns aus Hekeln ist seit Dienstagabend neu im Rat der Gemeinde Berne. Die 35-jährige gelernte Oecotrophologin hat den Sitz von Fabian von Lübken in der sechsköpfigen CDU-Ratsfraktion übernommen. Wie berichtet, hat von Lübken sein Ratsmandat aus beruflichen Gründen zurückgegeben.

Sarah Bruns arbeitet seit Mitte 2015 als Koordinatorin für die Schulverpflegung bei der Stadt Oldenburg. Zuvor war sie im Vertrieb tätig. Die 35-Jährige ist verheiratet, sie ist seit fast 19 Jahren Mitglied in der CDU, sie ist stellvertretende Vorsitzende des Berner CDU-Gemeindeverbandes und Mitglied des Kreisverbandes. Gemeinsam mit ihrem Mann Torsten züchtet sie Hühner und Enten, beide sind Mitglied im Stedinger Rassegeflügelzuchtverein.

Mitarbeit in Ausschüssen

Sarah Bruns wird dem Rat zunächst bis zum Ende der Ratsperiode im Oktober angehören. Gegenüber der NWZ  hat sie aber bereits erklärt, auch für den neuen Gemeinderat wieder kandidieren zu wollen.

„Der Frauenanteil im Berner Rat wird erhöht“, begrüßte der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Ernst Thümler seine neue Fraktionskollegin, nachdem Bürgermeister Franz Bittner Sarah Bruns offiziell verpflichtet hatte.

Zuvor hatte sich Fabian von Lübken bei den Ratsfrauen und -männern sowie bei der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit bedankt. „Auch wenn manchmal hart gestritten wurde, sind unterm Strich immer gute Entscheidungen für Berne herausgekommen“, sagte von Lübken, der aus beruflichen Gründen nach Düsseldorf zieht. Fabian von Lübken war erst bei der Kommunalwahl 2011 in den Gemeinderat gewählt worden.

Sarah Bruns übernimmt den Platz ihres Vorgängers im Finanzausschuss, im Ausschuss für Schule, Soziales und Kultur sowie im Verwaltungsausschuss. Außerdem übernimmt sie das Mandat in der Mitgliederversammlung des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen.

Neben dem Personalwechsel waren auch noch einige Sachentscheidungen zu treffen. Wie erwartet, hat der Rat einstimmig der Übernahme einer Windenergieanlage in Neuenhuntorfermoor durch die Energiegenossenschaft „WASoWi“ mit Sitz in Brake zugestimmt. Dies hatte der Finanzausschuss in der Sitzung kurz vor der Gemeinderatssitzung empfohlen.

Die Energiegenossenschaft muss dafür nicht ihren Betriebssitz in die Gemeinde Berne verlegen. Vielmehr wurde vertraglich vereinbart, dass die Gemeinde bei Gewinn der Anlage anteilig Gewerbesteuer einnehmen wird, berechnet nach der erzeugten Energie.

Rahmenplan geändert

Die Übernahme der Windenergieanlage ist zum 1. April geplant. Bürger können sich an diesem Projekt noch beteiligen – die NWZ  berichtete. Weitere Informationen gibt es unter www.wasowi.de oder per E-Mail unter info@wasowi.de.

Ebenfalls einstimmig hat der Rat die Anpassung des Rahmenplans für die Maßnahme „Sanierung historischer Ortskern Berne“ beschlossen. Damit werden Fläche und Gebäude der Kulturmühle Berne in den Sanierungsbereich mit aufgenommen. Dadurch kann der Trägerverein bei – unter anderem in diesem Jahr geplanten – Baumaßnahmen auch Fördermittel aus dem Sanierungsprogramm beantragen.

Eindeutig war auch das Votum für einen Ausbau der Buslinie 450 („Deichläufer“). Diese Verbindung zwischen Berne, Lemwerder und Delmenhorst soll nach dem Willen beider Wesermarsch-Gemeinden in der Woche künftig stündlich (bisher zweistündlich) verkehren. Dazu müssen die beiden Gemeinden zusammen jährlich rund 80 000 Euro zahlen. Die Gemeinde Lemwerder soll davon einen höheren Anteil übernehmen.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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