Nordenham Einen neuen Weg zur Stärkung der Städtepartnerschaft zwischen Nordenham und Swinemünde haben jetzt einige Nordenhamer Bürger eingeschlagen. Sie radelten über die Ostseeinsel Usedom ins polnische Seebad Swinemünde und erkundeten auch die polnischen Inseln Karsibór und Wollin. „Das ist Städtepartnerschaft aus einem neuen Blickwinkel“, sagt Fritz Jacob, der die Tour angeregt hatte.

Zwar seien Städtepartnerschaften mehr für Schulen, Jugendliche, Sportvereine und weitere Gruppen gedacht, um das Zusammenleben in Europa zu erleichtern und die Vergangenheit der Kriege zu überwinden. Aber auch diese Fahrradtouren könnten gute Beiträge leisten. Fritz Jacob: „Wir wollten mit gutem Beispiel vorangehen, um private Reisen nach Swinemünde zu fördern.“

Sprachbarrieren

Der 80-Jährige war dabei, als vor 24 Jahren im Rathaus von Swinemünde die Vereinbarungen zur Städtepartnerschaft unterzeichnet worden sind. Zwar ist es um diese Verbindung in den vergangenen Jahren etwas ruhig geworden. Das ist aber nach Einschätzung von Fritz Jacob nicht auf Vorbehalte zurückzuführen, sondern vor allem auf Sprachbarrieren. Nordenhamern falle der Zugang zur polnischen Sprache schwer und Swinemündern der Zugang zur deutschen Sprachen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Englisch stelle dagegen kaum ein Problem dar und mit der französischen Sprache kämen auch viele Nordenhamer klar. Daher hätten sich die Partnerschaften mit dem englischen Peterlee und dem französischen St.-Étienne-du-Rouvray vergleichsweise viel besser entwickelt.

Swinemünde und die dortige Region haben jedoch laut Fritz Jacob viel zu bieten – nicht zuletzt überaus gastfreundliche Menschen und viele wunderschöne Landschaften. Die Polen seien auch Deutschen gegenüber sehr offen.

Die Radlergruppe bestand aus 14 Nordenhamern. Sie reisten mit eigenem Auto nach Karsibór. Ihre dortige Unterkunft liegt direkt am Swine-Delta in einem riesigen Naturschutzgebiet im „Land der 44 Inseln“.

Pro Tag absolvierte die Gruppe mit dem Rad eine Strecke von etwa 50 Kilometern – und gewann dabei viele nachhaltige Eindrücke. „Wo du mit dem Fahrrad warst, dort bist du wirklich gewesen“, sagt Fritz Jacob.

Von der Stadtverwaltung Swinemünde waren die Gäste mit bestem Kartenmaterial ausgestattet worden. Ihr Weg führte auf teilweise vorbildlichen Radwegen.

Der neue Europa-Grenz-Radweg Swinemünde-Ahlbeck-Heringsdorf-Bansin fand besten Anklang und war für die Nordenhamer ebenfalls ein Erlebnis.

„Fahrradtouren nehmen in der dortigen Region immer mehr Fahrt auf“, berichtet Fritz Jacob. Die polnische und die deutsche Seite arbeiteten spürbar zusammen – mit erfreulichen Ereignissen.

Die Nordenhamer Gruppe besuchte auch die neu gestaltete Innenstand von Swinemünde und war von der Gestaltung sowie der Blumendekoration begeistert. Einige Mitfahrer kannten noch das alte Stadtbild von Besuchen in der Vergangenheit.

Station machte die Gruppe auch beim Partnerschaftsstein mit Anker vor dem Gebäude der Stadtverwaltung. Eventuell soll auf der dahinter liegenden Fläche im nächsten Jahr ein Baum als Geschenk der Stadt Nordenham aus Anlass der 25-jährigen Städtepartnerschaft gepflanzt werden. Im Gespräch mit dem Vize-Stadtpräsidenten Suja Pawek stimmten die Nordenhamer Termine für das Jubiläumsjahr 2017 ab.

Bestätigt worden ist, dass eine Delegation aus Swinemünde am 10. und 11. Juni in Nordenham erwartet werden darf. Nordenhamer besuchen gemeinsam mit dem Nordenhamer Shanty-Chor im September Swinemünde.

Passende Worte

Genaueres soll im Oktober vereinbart werden. Zum Abschluss der erlebnisreichen Woche der Radlergruppe auf den drei Inseln aus Nordenham fand Uwe Jürgens laut Fritz Jacob die richtigen Worte: „Ich wusste gar nicht, wie schön es hier ist.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.