RODENKIRCHEN Die Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) Oldenburger Land haben in einer Resolution Verbesserungen zum Schutz der Strohauser Plate angemahnt. Sie nahmen die Resolution einstimmig auf ihrer Mitgliederversammlung, die in Vechta stattfand, an.

Der Landkreis Wesermarsch, das Domänenamt Oldenburg sowie weitere Behörden werden in der Resolution aufgefordert, „konsequent Maßnahmen zur Optimierung des Wiesenbrüterhabitats durchzuführen“.

Die Nabu-Mitgliederversammlung schloss sich damit zahlreichen Erklärungen und Forderungen des Mellumrates an, die wörtlich übernommen wurden. Darin wird unter anderem gefordert, „ein den Erfordernissen des Wiesenvogelschutzes angepasstes Wasserregime vor allem der Brutzeit“ zu gewährleisten, in dem Grabenwasserstände dauerhaft anzuheben seien.

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Zudem sollten nasse Grünlandflächen „und bis in den Juli überstaute Bereiche“ gewährleistet werden, wie es in den von den Nabu-Mitgliedern unterstützten Forderungen des Mellumrates heißt. „Dabei muss dem Anliegen des Natur- und Artenschutzes Vorrang vor den Belangen der Landwirtschaft gegeben werden“, heißt es weiter.

Franz-Otto Müller, Nabu-Kreisvorsitzender in der Wesermarsch und Mitglied des Nabu-Bezirksvorstandes, wies darauf hin, dass die Strohauser Plate nicht nur Naturschutzgebiet, sondern auch FFH-Gebiet sei und damit zum „Tafelsilber des Naturschutzes im Nordwesten“ gehöre. FFH steht für Flora-Fauna-Habitat und bezeichnet ein Gebiet, das dem Schutz von Tieren, Pflanzen und Lebensraumtypen nach bestimmten Richtlinien unterliegt.

Die Nabu-Ortsgruppe Vechta stellte durch ihren Vorsitzenden Frank Rieken ihre zahlreichen Projekte und die Arbeitsweisen der engagierten, jungen Gruppe vor, die auch die Mitgliederversammlung organisiert hatte.

Nabu-Bezirksvorsitzender Rolf Grösch (Oldenburg) ging auf die sich „im ganzen Oldenburger Land ausbreitende Massentierhaltung, oft gepaart mit der Vermaisung der Landschaft“ ein und wies darauf hin, dass der Nabu in zahlreichen Bündnissen gegen die Ausbreitung der Massentierställe mitarbeite. Daneben gebe es jedoch auch große Erfolge des Nabu in Artenschutzprojekten und in der Facharbeit, etwa im Schmetterlingsschutz.

NABU-Bezirksgeschäftsführer ging ausführlich auf die enormen Mitgliederzuwächse des Nabu zwischen Wangerooge und Dümmer sowie auf die wachsende Anzahl örtlicher Nabu-Gruppen ein, insbesondere durch die Gründungstournee „Der Nabu kommt ...“, die bereits in zahlreichen Orten des Oldenburger Landes Station gemacht habe und auf weitere ausgedehnt werde.

„Der Nabu kommt auf breiter Front“, freute sich der Geschäftsführer. Zuvor hatte Rolf Grösch den Sprecher der jüngsten Nabu-Gruppe, Hartmut Drebing aus Lemwerder, begrüßt, der der Nabu-Gruppe Stedingen vorsteht.

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