Rodenkirchen Alle Fraktionen im Gemeinderat stehen hinter dem Jugendzentrum. Sie wollen die 20-Stunden-Stelle der Sozialarbeiterin Julia Janssen wiederbesetzen, die zum 31. März aus persönlichen Gründen – sie lebt in Ostfriesland – gekündigt hat.

Siegmar Wollgam, Sprecher der SPD/WPS/Unabhängige-Mehrheit, verwies in der Sitzung des Jugendausschusses des Rates auf den anschließenden nichtöffentlichen Teil, in dem es schon um die Stelle gehen werde. „Der Brennpunkt Bahnhof hat sich beruhigt, muss aber ständig betreut werden“, sagte er. „Dafür ist Arbeitszeit erforderlich.“

Günter Busch, Sprecher der CDU/Grüne-Gruppe, sagte, die Arbeit des Jugendzentrums werde angenommen und sei eine wichtige Prävention. Er sprach sich dafür aus, die von der Gemeinde finanzierten Jugendräume in der Pastorei Seefeld – damals für 32 000 DM eingerichtet – und im Gemeindehaus Schwei – einst für 210 000 DM errichtet – wieder zu nutzen.

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92 Außentermine

Jugendzentrumsleiter Marek Kandzia und seine Kollegin Julia Janssen, die gemeinsam im Ausschuss berichteten, reagierten mit Erleichterung auf diese Aussagen. Beide zeigten großes Interesse an einer Stärkung der Jugendarbeit in Seefeld und Schwei, die aber ohne Personaleinsatz nicht zu machen sei.

Schwerpunkte der Arbeit sind derzeit Rodenkirchen und Kleinensiel. Im vergangenen Jahr nahmen die beiden Mitarbeiter 92 Außentermine wahr, bei denen sie Eskalationen zwischen Jugendgruppen abbauten. Schwerpunkte dieser aufsuchenden Sozialarbeit waren in Rodenkirchen der Bahnhof, der Marktplatz sowie das Gelände der Schule und eines Supermarkts sowie in Kleinensiel und Seefeld die Sportanlagen.

In der ersten Etage der Markthalle stehen 270 Quadratmeter mit Mehrzweckraum, Küche sowie Proben- und Fitnessraum zur Verfügung. Allerdings ist die Einrichtung in die Jahre gekommen, Deshalb sollen Jugendliche in einer Blockwoche ab 14. März Räume neu streichen; finanziert wird das über das Kooperationsprojekt Wesermarschmellows von Landkreis, Kreisvolkshochschule und Schulen. Auch eine neue Küche soll besorgt werden. Davon erhofft sich das JZ mehr Zuspruch. Derzeit kommen bis zu 40 Jugendliche täglich. Das Zentrum öffnet montags bis sonnabends von 14 bis 21 Uhr, freitags auf Wunsch auch bis 22 Uhr.

Raum renoviert

In Kleinensiel haben die Jugendlichen ihren Raum im Dorfgemeinschaftshaus schon im Winter 2013/14 renoviert, sagte Julia Janssen. Nicht nur dadurch sei eine tolle Gruppe entstanden; die 10 bis 16 Jugendlichen treffen sich dreimal in der Woche mit der Sozialarbeiterin.

In Seefeld stößt der Raum in der Pastorei bei den Jugendlichen auf geringe Akzeptanz, weil sie sich dort beobachtet fühlen. Deshalb setzt Marek Kandzia seit Jahren auf Streetworking; dazu kamen fünf Hausbesuche und zehn Beratungsgespräche. Nach den Sommerferien will er in der Sporthalle einmal in der Woche „zwei bis drei Stunden zum Austoben“ anbieten.

In Schwei will Marek Kandzia mit der Kirchengemeinde über eine Reaktivierung des Jugendraums sprechen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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