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Lemwerder Die Schließung der Eschhofschule Lemwerder ist – vorerst – vom Tisch. Wie Landrat Thomas Brückmann am Mittwochmittag in einer Pressemitteilung erklärt, soll über die Schließung des Oberschulstandortes Lemwerder und eine Zusammenlegung mit der Oberschule Berne auch nicht in einer der kommenden Schulausschusssitzungen auf Kreisebene beraten werden.

Landrat Thomas Brückmann erläutert die Gründe, die ihn zu diesem Entschluss bewogen haben: „Der Kreisverwaltung liegen aktuelle Informationen vor, dass einzelne Fraktionen sich bereits gegen eine weitere Behandlung des Themas Eschhofschule im November entschieden haben. Allen Beteiligten muss jedoch klar sein, dass schulorganisatorische Maßnahmen mit diesen Auswirkungen vor Ort nur im breiten politischen Konsens getroffen werden können.“

Vor diesem Hintergrund wurde auch eine ursprünglich für kommenden Montag, 23. September, geplante schulinterne Informationsveranstaltung für Eltern zu der Thematik abgesagt, da unter diesen Voraussetzungen ein Informationsabend mit sich anschließender politischer Diskussion im Schulausschuss wenig zielführend sei.

Thomas Brückmann weiter: „Ich gehe davon aus, dass – losgelöst von der Unsicherheit einer politischen Entscheidung, ob eine Zusammenlegung der Oberschulen ansteht oder nicht – Schulleitungen, Lehrpersonal, Eltern, Schülerinnen und Schüler, aber auch kommunale Räte sowie die Bürgerinnen und Bürger in der südlichen Wesermarsch, nun wieder beruhigter in die Zukunft schauen können.“

Der Landrat findet in seiner Mitteilung auch noch einige erklärende Worte zum Arbeitskreis Schulentwicklung, der im Zusammenhang mit der geplanten Schließung der Oberschule in die Kritik gekommen war. Brückmann: „Der Arbeitskreis Schulentwicklung hat mehrheitlich eine auf der Schulgesetzgebung basierende fachliche Empfehlung zur Zusammenlegung der Oberschulen Lemwerder und Berne abgegeben. Hierbei handelt es sich aber nur um eine Empfehlung und nicht um einen Beschluss.“ Diese wichtige Unterscheidung habe „leider angesichts der verständlichen Emotionalität der Thematik in der öffentlichen Kontroverse nicht in der notwendigen Form stattgefunden“.

Unabhängig von den bekannten schulfachlichen Problemstellungen und den entsprechenden Hinweisen der Fachbehörden im Zusammenhang mit den niedrigen Schülerzahlen an der Eschhofschule Lemwerder bleiben „Beschlüsse über Schulzusammenlegungen abschließend eine grundlegende politische Entscheidung“.

Diese politische Mehrheit war nun absehbar im Kreistag nicht gegeben. So hatte erst am Mittwoch die CDU-Kreistagsfraktion einen Antrag auf Erhalt der Eschhofschule Lemwerder an den Landrat gestellt. Anstelle einer Schließung formulieren die Christdemokraten die Forderung, die Oberschule beim Aufbau weiterer Kooperationen zu unterstützen. Außerdem solle der Kreistag eine Resolution an das Niedersächsische Kultusministerium mit der Aufforderung auf den Weg bringen, „die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Oberschulen zu überarbeiten mit dem Ziel, das weiterführende Schulangebot in ländlichen Gemeinden zu erhalten.“

Gefeiert wurde die frohe Botschaft am Mittwoch in den Reihen der Eltern, Schüler und Lemwerderaner, die in den vergangenen Wochen für den Erhalt des Schulstandortes demonstriert und Unterschriften gegen die Pläne des Schulträgers gesammelt hatten. „Wir freuen uns ganz tüchtig und danken allen, die uns unterstützt haben und allen Fürsprechern, die sich für uns eingesetzt haben“, sagte Elternsprecherin Dörte Woltjen gegenüber unserer Zeitung. Sie dankte auch allen politischen Fraktionen und Landrat Brückmann, „dass es für uns die Chance gibt, weiterzumachen. Mit dieser Schule kann man punkten. Wir haben ein tolles Konzept.“ Auf diesem Konzept müsse man aufbauen und es weiterentwickeln, um die Eschhofschule Lemwerder fit für die Zukunft zu machen.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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