Lemwerder /Berne Kaffeenachmittage, Ausflüge oder einmal im Jahr eine mehrtägige Fahrt: Der SoVD-Ortsverein Lemwerder-Berne bietet mit seinem engagierten Vorstand neben den Beratungen den Mitgliedern noch viel mehr. Mit knapp 400 Mitgliedern ist es der größte Ortsverein in der Wesermarsch. Doch Nachfolger für die Vorstandsarbeit zu finden, wird auch hier zunehmend zum Problem, wie sich auf der Jahreshauptversammlung im evangelischen Gemeindehaus in Lemwerder zeigte.

Genau wie die Vorsitzende Edelgard Kienast hatte Schatzmeister Peter Brzenza bereits vor zwei Jahren angekündigt, dass er nicht noch einmal für dieses Amt zur Verfügung stehen werde. Edelgard Kienast war froh, als Bernd Bremermann ihr damals versprach, den Vorsitz des Ortsvereins zu übernehmen. Groß war dann die Bestürzung, als man die Nachricht erhielt, dass Bremermann verstorben ist.

Überzeugungsarbeit hatte der Kreisvorsitzende Jürgen Bley, der bei den Veranstaltungen zu den regelmäßigen Gästen gehört, dieses Mal als Wahlleiter zu leisten, damit der Ortsverein auch in den nächsten beiden Jahren nicht ohne Leitung dasteht. Während Edelgard Kienast sich schnell umstimmen ließ und ein letztes Mal den Vorsitz sowie das Amt der Schriftführerin übernahm, war die Suche nach einem Schatzmeister weitaus schwieriger.

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Doch mit Heinz Eilers als neuem Stellvertreter an seiner Seite erklärte sich schließlich auch Peter Brzenza noch ein allerletztes Mal bereit, die Kasse zu führen. Zu Revisoren gewählt wurden Elli und Peter Delzer sowie Helga Tegler. Zu Beisitzern ernannt wurden Gerda Raabe, Erich Ütrecht und Hein Eilers. An der Delegiertentagung am 2. Juni in Sürwürden werden Edelgard Kienast, Peter Brzenza und Elli Delzer teilnehmen. Heinz Eilers und Erich Ütrecht sind Ersatzdelegierte.

Der Kreisvorsitzende dankte dem Ortsverband, dass so viele Mitglieder an der Jubiläumsfeier im Oktober teilgenommen hatten.

Seit 100 Jahren ist der SoVD das soziale Gewissen und setzt sich mit mehr als 1000 Ortsverbänden in Niedersachsen für Chancengleichheit, ein soziales Miteinander und sozialen Frieden ein, hieß es. Bley kritisierte die Umsetzung der Inklusion, die quasi auf Eis gelegt wurde, oder die mangelnde Umsetzung der Barrierefreiheit in Niedersachsen, bei der es bisher nur bei Lippenbekenntnissen blieb. Was fehlt, seien Programme des Landes oder der Kommunen, die Barrieren registrieren und beseitigen.

Viele Absichten wurden im Koalitionsvertrag doppeldeutig formuliert, kritisierte Bley. Ob das geplante niedersächsische Behindertenteilhabegesetz tatsächlich – wie vom SoVD gefordert – die Privatwirtschaft mit einbezieht, bleibe abzuwarten. „Ich bin nicht behindert, ich werde behindert“ heißt die Kampagne dazu, die der Kreisverband in den nächsten Wochen vorstellen wird und bei der auf möglichst rege Beteiligung der Mitglieder gehofft wird.

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