Brake 53 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben derzeit in der Wesermarsch. Neun werden noch erwartet. Das berichtete am Mittwochnachmittag Uwe Ritter, Fachdienstleiter Jugend beim Landkreis Wesermarsch, in der Sitzung des Jugendhilfeausschuss. Hauptsächlich sind die jungen Männer aus dem Iran, Syrien und Afghanistan, die hier Schutz für Krieg und Verfolgung suchen. „Einige von ihnen sind in Familien untergebracht. Das sind meist ihre eigenen Verwandten“, erklärte Ritter weiter. In Gastfamilien gäbe es derzeit keine Flüchtlinge.

„Wir sind in diesem Bereich aber mit Bewerbern im Gespräch“, so Ritter weiter. Auch sollen zeitnah gezielt Ehrenamtliche zu gesetzlichen Vormündern ausgebildet werden. Am 3. März soll es dazu einen Infoabend geben. „Wir wollen die Ehrenamtlichen nicht unvorbereitet in die Aufgabe gehen lassen“, erklärt Ritter. Jeder Freiwillige, der eine Vormundschaft übernehmen möchte, sei herzlich willkommen, so Ritter.

Insgesamt sei der Bereich Uma (Unbegleitete minderjährige Asylbewerber) sehr zeitintensiv. „Wir haben bereits vier neue Stellen zur Unterstützung installiert“, sagte Ritter. Auch die Abrechnung sei bisher alles andere als geklärt: „Wir können nicht sagen, was uns vom Land erstattet wird“, sagte Ritter. Auch die Auskünfte der Landesbehörden seien in diesem Punkt eher schwammig. „Bisher haben wir keinen Cent erhalten“, sagte Ritter ganz deutlich. Dabei lägen die Kosten für einen unbegleiteten Flüchtlingsminderjährigen zwischen 100 und 6000 Euro, erklärte Ritter. Und die Tendenz der Ankömmlinge sei steigend.

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Weiter beschloss der Ausschuss eine Erhöhung des Zuschusses für Klassen- und Jugendfahrten zur Unterstützung von Kindern aus sozialschwachen Familien zu empfehlen. Dabei entbrannte allerdings eine Disskussion um die von der Verwaltung vorgeschlagenen zehn Prozent. „Das sind Peanuts“, stellte Angelika Zöllner (SPD) erbost fest. Die Erhöhung von 56 Euro auf 62 Euro seien nicht angemessen. Sie forderte eine Erhöhung der Erstattung auch im Hinblick darauf, dass die Pauschale seit Jahren nicht erhöht worden sei, auf 70 Euro. Jens Harders (Linke) schlug derweil eine dynamische Erhöhung vor.

Der Ausschuss wies diesen Vorschlag zurück in die Fraktionen. Einer regelmäßigen Erhöhung standen die Mitglieder allerdings positiv gegenüber.

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