Nordenham Bis zuletzt und als einzige der sechs Stadtratsfraktionen hat die zweiköpfige Fraktion der Wählerinitiative Nordenham (WIN) für den Erhalt der Nordschule gekämpft. Mustafa Sahin beantragte für die WIN, den Beschluss, wonach die Nordschule spätestens zum 31. Juli 2018 geschlossen wird, bis zur nächsten Stadtratssitzung zu verschieben.

Bis dahin solle die Verwaltung erkunden, ob mit einer ansprechenden Containerlösung künftige Raumprobleme gelöst werden können. Dafür gebe es positive Beispiele an Schulen in Deutschland.

Zudem solle – so der WIN-Antrag – geprüft werden, ob die Schüler der Nordschule in Zukunft mit im Gebäude der katholischen Willehadschule untergebracht werden könnten – eventuell auch nach einem Erweiterungsbau.

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FDP-Fraktionschef Manfred Wolf sagte, die Schließung der Nordschule falle nicht leicht, sei aber wegen sinkender Geburtenzahlen und finanzieller Aufwendungen unvermeidbar. Dr. Tilman Kaethner (CDU) sagte, die Grundschule Phiesewarden müsse wegen Schülermangel, die Nordschule wegen Gebäudemängel schließen.

Die Nordschule werde zwar in Zukunft so viele Schüler haben können, dass sie weiter zwei- oder eineinhalbzügig geführt werden könnte, sagte SPD-Fraktionschef Manfred Brunßen. Aber für eine moderne und zukunftsfähige Grundschule seien Ausbauten erforderlich, die aus Platzgründen bei der Nordschule nicht möglich seien. Zudem stehe der Altbau unter Denkmalschutz. Die SPD-Fraktion stimme daher schweren Herzens für die Schließung der Nordschule. Für den WIN-Antrag auf Verschiebung der Entscheidung stimmte lediglich die WIN selbst. Gemäß Stadtratsbeschluss wird somit die Nordschule zum 31. Juli 2018 auslaufen. Bereits ab Sommerferien dieses Jahres werden hier keine Kinder mehr eingeschult. Kinder aus dem Einzugsbereich der Nordschule müssen künftig die Grundschule FAH besuchen. Gleiches gilt für die Grundschule Phiesewarden, die jedoch bereits zum 31. Juli 2017 geschlossen wird.  Gemäß Stadtratsentscheidung sollen alle Nordenhamer Grundschulen innerhalb von fünf Jahren durchgängig mindestens zweizügig betrieben werden. Sie sollen ganztagsfähig ausgebaut werden. Dabei haben die Schulen Atens, FAH und Süd als Schwerpunktstandorte Vorrang.  Die Grundschule Abbehausen erhält mit der Stadtratsentscheidung einen weitergehenden Bestandsschutz als zuvor geplant. Bedingung für ihren Erhalt ist jetzt nicht mehr, dass sie nachhaltig zweizügig ist, sondern dass die Zweizügigkeit nicht nachhaltig in eine Einzügigkeit abgleitet. Eine vorübergehende Einzügigkeit würde demnach nicht das Aus dieser Grundschule programmieren. Bezüglich der katholischen Willehadschule bleibt es bei dem, was der Bildungsausschuss empfohlen hat: Diese konfessionelle Schule wird nicht in Räume der Südschule verlegt, sondern sie bleibt in Nachbarschaft der Willehad-Kindertagesstätte und Willehad-Kirche. Diese Entscheidung pro jetzigem Standort wird jedoch 2017 überprüft.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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