Eckwarden Sein 40-jähriges Bestehen hat der FDP-Gemeindeverband Butjadingen am Sonntag gefeiert. Bei einer Feierstunde im Gasthaus Eckwarder Hof wurden auch einige Gründungsmitglieder und weitere langjährige Mitglieder für ihr Mitarbeit und den unermüdlichen Einsatz für die FDP geehrt.

FDP zeichnet verdiente Mitglieder aus

Für 40-jährige Mitgliedschaft ehrten Wolfgang Stolle und Stefan Birkner die Gründungsmitglieder Lutz Timmermann, Helmut Siefken, Hans Willms, Reinhard Schmidt und Dr. Marlene Laturnus.

Vor 25 Jahren trat Wilfried Laturnus in den Gemeindeverband ein. Als „Urgestein der FDP“ wurde Helmut Siefken bezeichnet, der die Strippen ziehe, motiviere und organisiere. Er war 25 Jahre Gemeinderatsmitglied und ist weiterhin Mitglied des Kreistages. Für den Gemeindeverband kümmert er sich um die Kasse und die Niederschriften der Versammlungen.

Als junger Mann trat Lutz Timmermann in die FDP ein. Er war von 1972 bis 1981 sowie von 2006 bis 2011 Ratsmitglied. In seiner letzten Ratsperiode saß er auch dem Aufsichtsrat der Kurgesellschaften vor.

Durch die Gebietsreform im Jahr 1974 entstand aus den Ortsverbänden Langwarden, Burhave und Stollhamm der heutige FDP-Gemeindeverband. Dessen Vorsitzender Wolfgang Stolle begrüßte unter anderem den FDP-Landes-Generalsekretär Gero Hocker, den stellvertretenden Landtags-Fraktionsvorsitzenden Stefan Birkner, die Bezirksvorsitzende Angelika Brunkhorst, das Landtagsmitglied Horst Kortlang und Bürgermeister Rolf Blumenberg.

Auf Finanzen gucken

In Butjadingen sei die FDP in einer guten Position. Gut, aber nicht mehr sehr gut wie noch vor einigen Jahren, bemerkte Stolle. Im Rat konnte die FDP schon einmal 6 Vertreter von insgesamt 18 Ratsmitgliedern stellen, was bei der jüngsten Kommunalwahl 2011 auf drei Ratsmitglieder halbiert wurde. „Dennoch leistet die FDP in Butjadingen weiterhin gute Arbeit, trifft realistische Entscheidungen und schaut auf die Finanzen“, sagte Wolfgang Stolle.

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Jubiläen seien wichtig, auch wenn es der Partei erkennbar schlechter gehe, erklärte Angelika Brunkhorst und lobte die Treue der Mitglieder trotz der aufgekommenen Kritik am Führungspersonal und der jüngsten Wahlkampagne. Sie wünschte sich für die Zukunft neue und vor allem jüngere Mitglieder, auch für den Butjenter Gemeindeverband. Auf Bezirksebene wollen sich die Freien Demokraten mehr öffnen und so neue Mitglieder gewinnen.

Respekt und Anerkennung gab es vom Bürgermeister Rolf Blumenberg, der vor allem die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit ausdrücklich lobte. Er habe seine Wurzeln in der FDP, und durch das langjährige Mitglied Hergen Auffarth sei er erst zur Politik gekommen. „Wenn es die FDP nicht gegeben hätte, wäre ich kein Bürgermeister geworden“, erinnerte er sich gerne zurück.

Nur über die Kommunalwahlen könne die FDP wieder stärker werden, um dann auch im Land und im Bund Fuß fassen zu können, machte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag Stefan Birkner deutlich. Inhaltliche und personelle Defizite auf Bundesebene seien die Ursache für den großen Vertrauensverlust der FDP gewesen, analysierte der frühere Umweltminister. Das Vertrauen solle erneut aufgebaut werden durch konkrete Taten und die Gesichter der FDP in den Kommunen, da politische Inhalte an Personen hängen.

Die FDP stehe für einen verantwortungsvollen Haushalt auf kommunaler Ebene. Birkner sprach sich außerdem gegen eine Namensänderung der FDP aus. „Der Vorschlag kommt zur Unzeit. Er ist das Letzte, worüber wir nachdenken sollten“, betonte er.

Langer, steiniger Weg

Mut sprach der Generalsekretär Gero Hocker seinen Parteifreunden zu. In der Medienlandschaft habe bereits ein Umdenken stattgefunden, und es werde die liberale Stimme im Parteienspektrum vermisst. „Es ist ein langer und steiniger Weg bis zu den nächsten Landtags- und Bundestagswahlen“, sagte Hocker und sprach von stürmischen Zeiten, bis eine Rückkehr in den Bundestag möglich werde.

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